28. März 2019
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Lürssen-Dock schwimmt wieder

Lürs­sen-Dock schwimmt wie­der

Ein Groß­brand hat das 219 Meter lan­ge und 45 Meter brei­te Schwimm­dock der Bre­mer Lürs­sen-Werft im Sep­tem­ber 2018 schwer beschä­digt. Man brach­te es  zur Instand­set­zung nach Ham­burg.

Lürssen-Dock schwimmt wieder

Die Ham­bur­ger Werft Blohm + Voss gehört seit 2016 zur Lürs­sen Werf­ten­grup­pe. Im Werft­ha­fen von Blohm + Voss wur­de das gel­be Lürs­sen-Dock repa­riert. Die Repa­ra­tur­kos­ten sol­len sich in einem hohen drei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­reich bewe­gen.

Ges­tern befand sich das Schwimm­dock auf dem Weg zurück nach Bre­men-Vege­sack. Am Vor­mit­tag pas­sier­te der Schlepp­ver­band auf sei­nem Weg weser­auf­wärts Bre­mer­ha­ven. Bug­sier 2 und Bug­sier 5 zogen das Dock, Bug­sier 9 über­nahm die Steue­rung.

Bei dem Groß­brand lag die 146 Meter lan­ge Luxus-Yacht “Sas­si” im Dock. Sie brann­te voll­stän­dig aus. Der Brand hat den Ein­satz von mehr als 180 Feu­er­wehr­leu­ten erfor­dert und konn­te erst  nach drei Tagen gelöscht wer­den. Die Brand­ur­sa­che scheint bis­her unge­klärt zu sein.
Quel­len:
P. Hanu­sch­ke: “Schwimm­dock der Lürs­sen­werft wie­der in Vege­sack”, Die Nord­deut­sche vom 27.03.2019
“Schwimm­dock der Lürs­sen­werft auf dem Weg zurück nach Vege­sack”, buten und bin­nen vom 27.03.2019

28. März 2019
von admin
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Spectrum of the Seas” in Bremerhaven

Für einen Tag hat die “Spec­trum of the Seas” am Mitt­woch in Bre­mer­ha­ven am Kreuz­fahrt­ter­mi­nal fest­ge­macht. Die Mey­er Werft in Papen­burg hat das rie­si­ge Schiff für mehr als 4200 Pas­sa­gie­re gebaut. Im April will die Mey­er Werft das Kreuz­fahrt­schiff in Bre­mer­ha­ven ablie­fern.

Am Don­ners­tag um 18 Uhr geht es bis zum 3. April auf Pro­be­fahrt nach Skan­di­na­vi­en. Danach kommt die “Spec­trum of the Seas” zurück nach Bre­mer­ha­ven und bleibt bis zum 12. April. In die­ser Zeit wird das Schiff voll­stän­dig aus­ge­stat­tet. Dann wer­den auch die letz­ten Crew­mit­glie­der an Bord gehen. 

Der Luxus­li­ner hat wirk­lich gigan­ti­sche Aus­ma­ße. Mit sei­nen 347 Metern ist er län­ger als der Eif­fel­turm hoch ist. Am Heck des Schif­fes befin­det sich auf Deck 16 eine gro­ße gel­be Kugel. Muti­ge Pas­sa­gie­re kön­nen dar­in einen vir­tu­el­len Bun­gee-Sprung wagen. Rei­sen­de kön­nen sich aber auch mit einem Surf- und Fall­schirm­sprung-Simu­la­tor die Zeit ver­trei­ben. Außer­dem gibt es Auto­scoo­ter, eine Klet­ter­wand und einen schwenk­ba­ren Aus­sichts­turm. Rund 200 Köche sol­len die Gäs­te in den 23 Restau­rants ver­wöh­nen. Was bedeu­tet da schon ein Robo­ter, der Drinks mixt. Natür­lich gibt es auch jede Men­ge Pools für die Pas­sa­gie­re.

Die “Spec­trum of the Seas” ist das ers­te Schiff der “Quan­tum-Ultra-Klas­se”. Es ist spe­zi­ell für den asia­ti­schen Markt ent­wor­fen und soll von Chi­na aus zu Kurz­rei­sen able­gen.
Quel­len:
T. Brock­mann: “Nur ein kur­zer Zwi­schen­stopp”, Nord­see-Zei­tung vom 28.03.2019
“Spec­trum of the Seas legt in Bre­mer­ha­ven an”, buten und bin­nen vom 27.03.2019

24. März 2019
von admin
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Das Gründerzeithaus an der Hafenstraße 199

Das Grün­der­zeit­haus an der Hafen­stra­ße 199

Seit etwa 20 Jah­ren steht das Grün­der­zeit­haus an Bre­mer­ha­vens Hafen­stra­ße 199 leer. Manch­mal wur­den im Erd­ge­schoß Schu­he ver­kauft. Aber seit der letz­te Schuh­la­den bereits vor vier Jah­ren geschlos­sen hat, pas­siert in dem ver­wahr­los­ten, stark sanie­rungs­be­dürf­ti­gem Haus nichts mehr.

Gründerzeithaus Hafenstrasse 199

Je nach Zustand einer ver­wahr­los­ten Schrott­im­m­o­b­lie erlei­den die benach­bar­ten intak­ten Häu­ser teil­wei­se gro­ße Wert­ver­lus­te. Mit der Arbeits­grup­pe “Ver­wahr­los­te Immo­bi­li­en” bekämpft die Stadt Bre­mer­ha­ven den schlei­chen­den Ver­fall gan­zer Stra­ßen­zü­ge. Mit dem Vor­kaufs­orts­ge­setz hat die Stadt Bre­mer­ha­ven bei einem Grund­stücks­ver­kauf das ers­te Zugriffs­recht auf das Grund­stück. Das Haus an der Hafen­stra­ße 199 steht seit 2017 auf der Lis­te der Stadt für Vor­kaufs­rech­te. Nun hat ein rus­si­scher Inves­tor das Objekt gekauft.

Im Jah­re 1909 hat der Leher Archi­tek­ten K. Cap­pel­mann das Wohn- und Geschäfts­haus im neo­ba­ro­cken Stil für den Kauf­mann C. Cle­mens gebaut. 1976 wur­de es vom Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge unter Denk­mal­schutz gestellt. Den­noch wur­de das Haus zu einem Spe­ku­la­ti­ons­ob­jekt mit immer wie­der wech­seln­den Eigen­tü­mern. Als sich ein nie­der­län­di­scher Spe­ku­lant für das Grund­stück zu inter­es­sie­ren begann, woll­te die Stadt Bre­mer­ha­ven ihr Vor­kaufs­recht aus­üben. Doch ein rus­si­scher Geschäfts­mann war schnel­ler.

Gruenderzeithaus Hafenstrasse 199Die­ses Bild steht unter Lizenz

Vor dem Haus an der Hafen­stra­ße steht ein gro­ßer Müll­con­tai­ner. Seit fast drei Wochen sind Arbei­ter dabei, die zehn Woh­nun­gen des Hau­ses zu ent­rüm­peln. Dann soll eine Kern­sa­nie­rung erfol­gen. Der neue Eigen­tü­mer arbei­tet eng mit der Stadt und mit der Denk­mal­be­hör­de zusam­men. Das Wohn­haus soll sei­nen his­to­ri­schen Cha­rak­ter zurück­er­hal­ten. Nach der Sanie­rung sol­len die 680 Qua­drat­me­ter ver­mie­tet wer­den.

Laut Nord­see-Zei­tung bekom­men die Woh­nun­gen “von 80 bis 100 Qua­drat­me­ter Grö­ße… moder­ne bar­rie­re­freie Bäder, kom­plett neue Ver­sor­gungs­lei­tun­gen, neue Gasther­men, die Holz­bö­den wer­den eben­so wie der Decken­s­tuck ori­gi­nal­treu instand gesetzt, auch wer­de von innen gedämmt und das Dach saniert”.

In einem Jahr sol­len die Arbei­ten abge­schlos­sen sein, Dann sol­len die Woh­nun­gen für etwa fünf Euro Kalt­mie­te pro Qua­drat­me­ter Wohn­flä­che ver­mie­tet wer­den. Auch das Laden­lo­kal soll wie­der ver­mie­tet wer­den — mög­li­cher­wei­se ein Café oder eine Pra­xis. Wenn das Haus wie­der bewohn­bar ist, soll es eine Ein­wei­hungs­fei­er geben.

Die Bau­auf­sicht hat die Ber­li­ner Bar­rus Invest GmbH über­nom­men. Der neue Eigen­tü­mer, ein in Paris leben­der rus­si­scher Geschäfts­mann, will anonym blei­ben. Ihm gehö­ren auch die Grund­stü­cke Hafen­stra­ße 177 und 179. Für das nun erwor­be­ne Haus Hafen­stra­ße 199 will er viel Geld in die Hand neh­men. Kauf­preis und Sanie­rungs­kos­ten sol­len etwa eine Mil­li­on Euro kos­ten.
Quel­le:
S. Schwan: “Juwel des spä­ten Jugend­stils”, Nord­see-Zei­tung v. 20.3.2019