31. August 2020
von admin
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Ein Dansk Jagt für Bremerhavens Schiffergilde

Eine Dansk Jagt für Bre­mer­ha­vens Schif­fer­gil­de

Auf die Besu­cher des Neu­en Hafens war­tet eine neue Attrak­ti­on am Steg der Schif­fer­gil­de: Eine Dansk Jagt namens “Freya”. Die däni­schen Küs­ten­frach­ten­seg­ler hat­ten ihre Blü­te­zeit um 1850.Eine Dansk Jagt für Bremerhavens SchiffergildeDie Mit­te des 18. Jahr­hun­derts war ihre Blü­te­zeit, es gab es hun­der­te von Dansk Jag­ten. Ab Anfang des 19. Jahr­hun­dert ver­schwan­den sie dann nach und nach. Heu­te gibt es nur noch weni­ge Exem­pla­re.

Eine Dansk Jagt ist auch für Bre­mer­ha­vens Schif­fer­gil­de etwas Neu­es. Claus Dre­scher, ein Bre­mer, muss­te Mit­glied der Schif­fer­gil­de wer­den. Das war die Vor­aus­set­zung, dass sei­ne “Freya” an der Steg­an­la­ge einen fes­ten Platz bekom­men hat. Nun schau­kelt der ori­gi­nal­ge­treue Nach­bau des his­to­ri­schen Seg­lers ver­täut am Steg.

Bei der Wie­der­her­stel­lung und Infahrt­hal­tung tra­di­tio­nel­ler Segel­schif­fe und ande­rer his­to­ri­scher Was­ser­fahr­zeu­ge för­der­lich mit­zu­wir­ken sowie see­män­ni­sches Gedan­ken­gut, tra­di­tio­nel­le See­mann­schaft, Begeg­nun­gen mit ande­ren Men­schen zu ver­mit­teln – das ist kurz gesagt, gemäß Sat­zung die Haupt­auf­ga­be der Schif­fer­gil­de Bre­mer­ha­ven e. V.” So ist es auf der Inter­net­sei­te der Schif­fer­gil­de Bre­mer­ha­ven zu lesen.Eine Dansk Jagt für Bremerhavens SchiffergildeDie Freya ist 9,30 Meter lang und 3,10 Meter breit. Mit ihrer Segel­flä­che von 65 Qua­drat­me­ter an einem 12 Meter hohen Mast kann sie eine Geschwin­dig­keit von bis zu 7 Kno­ten errei­chen.

Claus Dre­scher, des­sen Vater Boots­bau­er war, ist mit Schif­fen auf­ge­wach­sen. Vor fünf Jah­ren fand er in Hei­li­gen­ha­fen die Dansk Jagt “Freya”. Sie wur­de im Jah­re 1982 in Svend­borg gebaut.

Auf der Rück­fahrt von Hei­li­gen­ha­fen mach­te der Bre­mer Skip­per in Bre­mer­ha­ven Zwi­schen­sta­ti­on. Schon damals bekam er von der Schif­fer­gil­de für die Jagst einen Platz ange­bo­ten.

Claus Dre­scher hat viel Arbeit in sein Boot aus Ler­che, Eiche und Teak inves­tiert. Aber an Bord der “Freya” gibt es kei­ne Toi­let­te. Und in der nied­ri­gen Kajü­te kann der 1,82 Meter gro­ße Skip­per nicht auf­recht ste­hen. So hat Dre­scher sich eine wei­te­re Dansk Jagst gekauft, die grö­ße­re “Kape­ren”.

Ver­kau­fen will Dre­scher die “Freya” aller­dings nicht. Er such­te für das Holz­boot einen ganz­jäh­ri­gen Lie­ge­platz. Dabei erin­ner­te sich der Skip­per an das Ange­bot aus Bre­mer­ha­ven. Und die Schif­fer­gil­de hat nicht gezö­gert: “Die Jagt brau­chen wir hier… …wir wol­len die alten Berufs­schif­fe zei­gen”, sagt der Ver­eins­vor­sit­zen­de Toni von Häfen der Nord­see-Zei­tung.
Quel­len:
www.schiffergilde.de
www.msv-heiligenhafen.de
S. Schwan: Ver­knallt in die alte “Freya”, Nord­see-Zei­tung vom 8.08.2020