13. August 2018
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100 Jahre Schullandheim Barkhausen

Für Gene­ra­tio­nen von Bre­mer­ha­ve­ner Schü­lern ist das geschichts­träch­ti­ge Schul­land­heim Bark­hau­sen ein Ort vol­ler Erin­ne­run­gen. Zahl­rei­che Gäs­te­bü­cher geben dar­über Aus­kunft, wie prä­gend die unver­gess­li­chen Klas­sen­fahr­ten für die Jugend­li­chen waren. 

Schullandheim Barkhausen

Clamor Ehlert wohn­te in der Bre­mer­ha­ve­ner Bogen­stra­ße 17 und war Rek­tor der nahe­ge­le­ge­nen Goe­the­schu­le in der Grenz­stra­ße. Das Schul­ge­bäu­de gibt es schon lan­ge nicht mehr. Und nach dem Tode des Rek­tors geriet auch sein Name lang­sam in Ver­ges­sen­heit. Aber sei­ne Idee lebt wei­ter – das Schul­land­heim Bark­hau­sen.

Das Schul­land­heim Bark­hau­sen liegt im 170 Kilo­me­ter ent­fern­ten Weser­berg­land. Dort, wo die Hun­te durch das Wie­hen­ge­bir­ge fließt, fin­det man die Dör­fer Bar­hau­sen und Lin­ne. Clamor Ehlert erblickt im Jah­re 1869 in Lin­ne das Licht der Welt und erlebt in die­ser Idyl­le glück­li­che Kind­heits­ta­ge. Als er nach Bre­mer­ha­ven zieht, um hier sein Lehr­amt anzu­tre­ten, lässt er sei­ne Kon­tak­te im Wie­hen­ge­bir­ge nicht abrei­ßen.

Anfang des Jah­res 1917 erfährt Clamor Ehlert, dass die Pfar­rei in Bark­hau­sen ver­kauft wer­den soll. Die alte Dorf­pfar­rei befin­det sich auf einem 18.000 Qua­drat­me­ter gro­ßem Grund­stück mit einem üppi­gen Obst­baum­be­stand. Schul­di­rek­tor Clamor Ehlert hat die Idee, das 1780 erbau­te Pfarr­haus mit­samt dem gro­ßen Grund­stück zu erwer­ben und einem neu­en Zweck zuzu­füh­ren – aus dem Pfarr­haus soll ein Jugend­heim für Bre­mer­ha­vens Schü­ler wer­den. Die Stadt­kin­der sol­len das Land ken­nen­ler­nen, Pflan­zen- und Tier­ar­ten ent­de­cken, Ber­ge und Fluss­tä­ler erkun­den und mit Leib und See­le einen inten­si­ven Kon­takt zur Natur erle­ben.

Schullandheim Barkhausen

Drei Jah­re bevor die­se Idee in Clamor Ehlert her­an­reift, hat der letz­te Deut­sche Kai­ser in den Ers­ten Welt­krieg geführt. 1917 ist die Ver­sor­gung mit Lebens­mit­teln zusam­men­ge­bro­chen – in Bre­mer­ha­ven wird gehun­gert. Clamor Ehlert hat zwei Söh­ne ver­lo­ren – Opfer des Krie­ges, der nun schon fast drei Jah­re wütet.

Das Glück der eige­nen Kind­heit und die Trau­er um den Tod sei­ner Söh­ne trei­ben ihn an, für die Bre­mer­ha­ve­ner Jugend etwas Blei­ben­des zu schaf­fen. 15.000 Reichs­mark möch­te der Kir­chen­vor­stand von Bark­hau­sen für das Grund­stück mit der dar­auf ste­hen­den 130 Jah­re alten Pfar­rei haben. Soviel Geld hat Clamor Ehlert nicht zur Ver­fü­gung. Allei­ne kann er sei­ne Idee nicht rea­li­sie­ren.

Schullandheim Barkhausen

In Bre­mer­ha­ven gibt es seit 1884 den “Ver­ein zur För­de­rung des Volks­wohls”. Er betreibt in der Deich­stra­ße einen Kin­der­hort, in der Schif­fer­stra­ße ein Arbei­ter­heim, eine Volks­kü­che in der Geest­e­mün­der Anker­stra­ße und das Mari­en­bad. Da die Stadt am Ver­ein betei­ligt ist, trägt Clamor Ehlert sei­ne Idee Ober­bür­ger­meis­ter Wal­de­mar Becke vor. Am 4. März 1917 fährt eine Dele­ga­ti­on der Stadt nach Bark­hau­sen, besich­tigt die Lie­gen­schaf­ten und kehrt sicht­lich beein­druckt heim.

Am 12. Okto­ber 1917 wird die “Wie­ting-Stif­tung” aus dem Nach­lass des Kauf­manns Ernst Wie­ting gegrün­det und mit einem Stif­tungs­ka­pi­tal von 25.000 Reichs­mark aus­ge­stat­tet. Zweck der Stif­tung ist die “Errich­tung eines Jugend­hei­mes zur Erin­ne­rung an die im Welt­krieg gefal­le­nen Söh­ne Bre­mer­ha­ve­ner Eltern”. Die Ver­wal­tung des Hei­mes soll der “Ver­ein zur För­de­rung des Volks­wohls” über­neh­men. Die Stadt Bre­mer­ha­ven ver­pflich­tet sich, den Betrieb des Hei­mes mit jähr­lich 1.000 Reichs­mark zu bezu­schus­sen.

Auch in der Bevöl­ke­rung erfährt Ehlert viel Zustim­mung und sam­melt uner­müd­lich Spen­den ein.  End­lich kann die Pfar­rei gekauft wer­den. Am 25. Juni 1918 öff­net das Schul­land­heim Bark­hau­sen sei­ne Türen für die ers­ten Besu­cher. Zur Ein­wei­hung trifft Clamor Ehlers mit 31 Bre­mer­ha­ve­ner Schü­lern ein. Für die meis­ten Kin­der war es die ers­te Feri­en­rei­se.

Kom­fort gibt es nicht. Die Toi­let­ten bestehen aus Plumps­klos zwi­schen Scheu­ne und Hüh­ner­stall. Das Was­ser wird aus dem Brun­nen gepumpt und in Ton­krü­ge ins Haus getra­gen. Die Zim­mer sind mit har­ten Feld­bet­ten aus­ge­stat­tet, dazu aus­ran­gier­te Mili­tär­spin­de und eiser­ne Wasch­ge­stel­le.

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Wäh­rend ganz Deutsch­land Hun­ger lei­det, wer­den die ers­ten Besu­cher mor­gens, mit­tags und abends in der Die­le mit Zwie­back und Brot, Milch­sup­pe und Kek­sen, Grau­pen, Kohl und Steck­rü­ben, Sauer­kraut, Salz­boh­nen und sonn­tags manch­mal mit Fleisch ver­wöhnt. Anna Kne­fel­kamp ist die ers­te “Heim­mut­ter” und bleibt es 40 Jah­re.

Vier Wochen wer­den die Kin­der ver­wöhnt und neh­men zwei bis drei Kilo zu. “Wir wur­den hier herr­lich ver­pflegt,” ist im Gäs­te­buch zu lesen. Und ein 11-jäh­ri­ger Jun­ge ver­kün­det dort, “fast über fünf Kilo” zuge­legt zu haben.

Als am 18. Sep­tem­ber 1944 Bre­mer­ha­ven bom­bar­diert wird, ster­ben vie­le Kin­der in den ver­meint­lich siche­ren Luft­schutz­räu­men. Aber eini­ge weni­ge Schul­kin­der, fast alle neun Jah­re jung, sind in Sicher­heit: Sie hal­ten sich gera­de im Schul­land­heim Bark­hau­sen auf. Auch wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges besuch­ten Schul­klas­sen regel­mä­ßig das Heim.

Im Juni 1988 wird drei Tage lang das Bark­hau­sen-Jubi­lä­um gefei­ert. In 70 Jah­ren waren hier 70.000 Schü­ler zu Gast. Doch das Inter­es­se der jun­gen Leu­te an die länd­li­che Idyl­le schwin­det. Es droht die Schlie­ßung.

Schullandheim Barkhausen

Das Schul­land­heim Bark­hau­sen liegt im gleich­na­mi­gen Orts­teil Bark­hau­sen in der Gemein­de Bad Essen. Es wur­de bereits mehr­mals moder­ni­siert und bie­tet heu­te 64 Bet­ten an, ver­teilt auf vier Ein­zel­zim­mer und zehn Mehr­bett­zim­mer mit 4 – 10 Bet­ten. Mitt­ler­wei­le fah­ren aus dem gan­zen Bun­des­ge­biet Grup­pen in das Wie­hen­ge­bir­ge.

Scha­de, dass das einst städ­ti­sche Schul­land­heim in den Bre­mer­ha­ve­ner Schu­len kaum noch Beach­tung zu fin­den scheint. Im ver­gan­ge­nen Jahr bega­ben sich nur noch acht Bre­mer­ha­ve­ner Klas­sen an die gemäch­lich dahin­plät­schern­de Hun­te, um die Dino­sau­ri­er­fähr­ten zu erkun­den.

Ehe­ma­li­ge Bre­mer­ha­ve­ner Schü­ler dage­gen schwär­men noch heu­te von ihrer Klas­sen­fahrt in das Schul­land­heim Bark­hau­sen.

Mike J. schwärmt: “Ich war drei­mal da, ein­mal von der Grund­schu­le (Goe­the­schu­le), ein­mal mit der OS (Pau­la-Moder­sohn-Schu­le) und ein­mal mit der Real­schu­le (auch Pau­la). Dino-Spu­ren, Flie­ger­quel­le, Extern-Stei­ne, Her­manns-Denk­mal, Adler­war­te, Jun­ker­haus, Bür­ger­meis­ter­he­xen­haus… Viel wan­dern, Son­nen­schein, Regen, kur­ze Näch­te — gute und schlech­te Erin­ne­run­gen. Das waren noch Zei­ten!”

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Auch Lin­da Astrid B. ist im Schul­land­heim Bark­hau­sen gewe­sen: “Wir (Gaußschule/Herr Scholz), 5. oder 6. Klas­se, fuh­ren zusam­men mit zwei ame­ri­ka­ni­schen Schul­klas­sen. Die haben immer das Lied ‘Do, re, mi, fa, so, la,ti,do’ gesun­gen. Es wur­de viel gewan­dert, in der Hun­te Was­ser­müh­len gebaut und vom Leh­rer Ärger bekom­men, weil es zu ‘kalt’ für uns wäre. Wan­de­rung zu den Dino­sau­ri­er­spu­ren, Exstern­stei­ne erklom­men, Nacht­wan­de­run­gen. Das Adler­horst war lei­der geschlos­sen.”

Ein wei­te­rer Schü­ler erin­nert sich, dass er wohl 1974 dort gewe­sen ist. Die ver­stei­ner­ten Dino­sau­ri­er­spu­ren haben ihn fas­zi­niert. Aber er und sei­ne Schul­ka­me­ra­den zwei­fel­ten doch sehr die Echt­heit der Spu­ren an: “Damals waren wir Kids uns ziem­lich sicher, dass die “gefaket” waren. Die Plat­te mit den Spu­ren rag­te ja auf­recht aus dem Boden. Wel­cher Dino läuft die Wän­de hoch, frag­ten wir uns.”

Auch Horst-Die­ter B. denkt ger­ne an sei­ne Zeit im Schul­land­heim Bark­hau­sen zurück: “Wir waren 1963 dort, und unse­re Band ‘The Wuls­dor­fer Beat­les’ hat­te ihren ers­ten Auf­tritt. Damals muss­te jede Klas­se einen bun­ten Abend bestrei­ten. Unser Bei­trag war eben ein Auf­tritt der Fab Four, an den ich mich aller­dings nur sche­men­haft erin­nern kann. ‘I want to hold your Hand’ war gera­de her­aus gekom­men. Früh übt sich, denn aus die­ser Trup­pe ent­stand 2 Jah­re spä­ter eine klei­ne unschein­ba­re Band mit dem ‘Namen Black Beats’.”

Schullandheim Barkhausen

Regi­na Sch. weiß noch heu­te, wie ent­täuscht alle waren, als sie mit der 5. oder 6. Klas­se eine hal­be Tages­wan­de­rung zu den Flie­ger­quel­len unter­wegs war, um dann nur einen klei­nen Bach vor­zu­fin­den.

Im Jah­re 1975 fuhr Sil­ke St. mit der 5. Klas­se (Klas­sen­leh­rer Herr Schul­ze) der Gorch-Fock-Schu­le in das Wie­hen­ge­bir­ge: “Ich erin­ne­re mich an ein Mäd­chen­zim­mer zu sechst und unzäh­li­ge Mücken, die Frau Schul­ze (Ehe­frau des Klas­sen­leh­rers) immer mit Essig­was­ser behan­del­te, ohne gro­ßen Erfolg; der Juck­reiz war uner­träg­lich. Zu den Mahl­zei­ten gab es immer Hage­but­ten­tee, den ich seit damals nicht mehr getrun­ken habe. Lus­tig waren die Gemein­schafts­du­schen der Mädels mit Frau Schul­ze. Wir sind auch immer viel gewan­dert; am liebs­ten moch­te ich die Nacht­wan­de­run­gen mit Lager­feu­er, wo Würst­chen am Stock gegrillt wur­den.”

Schullandheim Barkhausen

Vie­le wei­te­re Schü­ler aus Bre­mer­ha­ven erin­nern sich ger­ne an die Fahrt in das Schul­land­heim Bark­hau­sen. Eri­ka Sp. kann sich kaum noch erin­nern: “Ich war auch da, aber das war so lan­ge her, die Erin­ne­run­gen sind anschei­nend begra­ben. Es war aber eine schö­ne Zeit.” Eri­ka hat ganz tief gegra­ben und ein paar schö­ne Bil­der aus ihrem Kar­ton ans Tages­licht gebracht.

Arthur T. war bereits in den 1960er Jah­ren mit sei­ner Klas­se von der Pes­ta­loz­zi­schu­le dort (Klas­sen­leh­rer war Herr Scheidt­mann). Und Andre­as B. war Mit­te der 1970er Jah­re mit sei­ner Klas­se im Schul­land­heim Bark­hau­sen und hat mir eine Ansichts­kar­te von damals zur Ver­fü­gung gestellt:

Schullandheim Barkhausen

In die­sem Jahr kann das Schul­land­heim Bark­hau­sen sein 100-jäh­ri­ges Bestehen fei­ern. Die Zei­ten waren nicht immer ein­fach. 1996 woll­te die Stadt Bre­mer­ha­ven die belieb­te Ein­rich­tung end­gül­tig schlie­ßen. 

1999 kau­fen Ingrid und Karl Ehler­ding der Stadt Bre­mer­ha­ven das Schul­land­heim ab, nach­dem sie zuvor erfolg­los ver­sucht haben, das tra­di­tio­nel­le Haus durch Geld­spen­den zu ret­ten. Im Jah­re 2000 über­ga­ben sie die Trä­ger­schaft in die neu gegrün­de­te Ehler­ding-Stif­tung. Die Stif­tung ließ das Schul­land­heim umfang­reich umbau­en.

Quel­len:
A. Kro­ne: Die Ret­ter des Schul­land­hei­mes in Bark­hau­sen, Nord­see-Zei­tung v. 4.8.2006
A. Kro­ne: Bark­hau­sen: Die gute Idee in schlech­ter Zeit, Nord­see-Zei­tung v. 22.7.2009
T. Brock­mann: Herr­li­che Tage in Bark­hau­sen, Nord­see-Zei­tung v. 16.6.2018

30. Juli 2018
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Spannender Ausflug in die 1970er Jahre

Span­nen­der Aus­flug in die 1970er Jah­re: Wer einen Blick auf das Bre­mer­ha­ven der 1970er Jah­re wer­fen möch­te, ist am Don­ners­tag, den 2. August 2018 um 15.30 Uhr im His­to­ri­schen Muse­um Bre­mer­ha­ven genau rich­tig. Hier fin­det eine Extra­Tour durch die aktu­el­le Son­der­aus­stel­lung „Die 1970er Jah­re – Eine Stadt im Umbruch“ statt.

Spannender Ausflug in die 1970er Jahre

Hedi Son­nen­berg, lang­jäh­ri­ge freie Mit­ar­bei­te­rin des Muse­ums, prä­sen­tiert Foto­gra­fi­en von Johan­nes Fleck und Wolf­hard Scheer, die unter­schied­li­che Facet­ten Bre­mer­ha­vens zei­gen. In sechs The­men­räu­men ent­steht ein viel­schich­ti­ger Ein­druck der Stadt. Schlag­lich­ter der 1970er Jah­re, der städ­ti­sche Bau­boom mit diver­sen Groß­pro­jek­ten, die spür­ba­ren Aus­wir­kun­gen glo­ba­ler Kri­sen auf die Wirt­schaft vor Ort, der tech­no­lo­gi­sche Wan­del sowie All­tag und Jugend­kul­tur wer­den an den Foto­gra­fi­en anschau­lich nach­voll­zieh­bar.

Seit den 1970er Jah­ren ver­mark­tet sich Bre­mer­ha­ven als „See­stadt Bre­mer­ha­ven“. Das 1975 gegrün­de­te Büro Bre­mer­ha­ven-Wer­bung star­te­te ver­schie­de­ne Wer­be­kam­pa­gnen, die in der Son­der­aus­stel­lung zu sehen sind. Dazu zählt eine leich­te Wind­ja­cke aus Papier mit auf­ge­druck­ten mari­ti­men Moti­ven und der Auf­schrift „See­stadt Bre­mer­ha­ven“. Auch drei­di­men­sio­na­le Expo­na­te, wie etwa ein VW-Käfer der Poli­zei oder ein leuch­tend oran­ge­far­be­nes Fahr­rad der Hapag-Lloyd Werft, wer­den wäh­rend der Extra­Tour vor­ge­stellt.

Pres­se­mit­tei­lung:
His­to­ri­sche Muse­um Bre­mer­ha­ven: HMB aktu­ell 34/18 – 25.07.2018

29. Juni 2018
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Die Nordstraße verändert ihr Gesicht

Eine Stra­ße ver­än­dert ihr Gesicht, wenn alt­ein­ge­ses­se­ne Geschäf­te auf­ge­ben, wenn die Spar­kas­sen­fi­lia­le ver­schwin­det oder wenn der lang­jäh­ri­ge Arzt sei­ne Pra­xis schließt. Und wenn ein gan­zer Gebäu­de­kom­plex abge­ris­sen wird, erkennt man das Vier­tel oft nicht wie­der.

Thams  & Garfs eröff­ne­te bereits im Jah­re 1910 in Bre­mer­ha­ven eine Zweig­nie­der­las­sung. Nach dem 2. Welt­krieg wur­de das Haupt­ge­schäft in der in der Bür­ger­meis­ter-Smidt-Str. 93  als ers­tes Lebens­mit­tel­ge­schäft in Bre­mer­ha­ven  als Selbst­be­die­nungs­la­den aus­ge­stat­tet. Hier stell­te man schon Ende der 1950er Jah­re sei­ne Ein­käu­fe selbst zusam­men. Fri­sche Eier, Milch in Fla­schen, But­ter, Sah­ne Obst und Süßig­kei­ten wur­den in einen Draht­korb gelegt, dann ging man zur Kas­se. In Bre­mer­ha­ven gibt es im Jah­re 1970 neben der Fili­al­ver­wal­tung in der Gra­zer Stra­ße 50 neun Thams & Garfs-Filia­len.

Die Nordstraße verändert ihr Gesicht

Die Thams & Garfs-Filia­le in der Nord­stra­ße 67 lei­tet Gün­ter Cor­des. Rück­ge­hen­de Umsät­ze ver­an­las­sen die Geschäfts­lei­tung, immer Filia­len zu schlie­ßen. Als Thams & Garfs im Jah­re 1986 end­gül­tig auf­ge­löst wird, über­nimmt Gün­ter Cor­des das Geschäft und  führt es in eige­ner Regie wei­ter. Der Laden flo­riert, und die Kun­den lie­ben “ihren” Kauf­mann. Alex­an­der stellt lako­nisch fest: “In die­sem Super­markt wur­de der Ser­vice groß geschrie­ben! Scha­de drum… .”

Auch Anja erin­nert sich: “Ja wirk­lich… sogar in der Obst- und Gemü­se­ab­tei­lung wur­de man per­sön­lich bedient! Und die Fleisch- und Wurst­the­ke war sehr gut sor­tiert und immer schön frisch… das war sehr gemüt­li­ches Ein­kau­fen, wie frü­her mit Mut­ti.”

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Tan­ja, die in der Nord­stra­ße groß gewor­den ist, beschreibt sehr plas­tisch, wel­che Ein­kaufs­er­leb­nis­se sie hat­te: “Mei­ne Mut­ter hat­te einen Schre­ber­gar­ten kurz hin­ter Cor­des, und somit hab ich bereits als Kind mein Eis dort bei “Tham­mel & Gam­mel” geholt. Erst als Jugend­li­che und spä­ter als jun­ge Erwach­se­ne habe ich dann wei­ter­hin bei Cor­des ein­ge­kauft.

Die Kin­der beka­men dort immer ein Würst­chen oder ‘ne Schei­be Wurst in die Hand gedrückt, wenn Mut­ti dort ein­kauf­te. Ich weiß noch, wie mei­ne Toch­ter als Klein­kind im Laden ein­mal einen ful­mi­nan­ten Wut­an­fall bekam, — und ich mich soooo geär­gert hab, als sie trotz­dem “ihre” Wurst an der Fleisch­the­ke bekam.

Ich habe sehr ger­ne dort ein­ge­kauft und beson­ders den “alten” Flei­scher ver­mis­se ich heu­te noch. Fleisch in der Qua­li­tät habe ich seit­dem kaum wie­der bekom­men. Und es war so prak­tisch! Eben bei der Spar­kas­se einen Scheck ein­lö­sen (Geld­au­to­ma­ten gab es noch nicht), bei Cor­des ein­kau­fen, und auf dem Rück­weg eben bei der Post Brief­mar­ken raus­ho­len! Über­all einen kur­zen Schnack hal­ten, weil jeder sich kann­te, und dann zufrie­den nach Hau­se dackeln.”

An die Wurst­ge­schen­ke erin­nert sich auch Uwe ger­ne: “Immer wenn ich mit mei­ner Mut­ter bei Thams & Garfs (Tam­mel und Gam­mel) ein­kau­fen war, gab es für mich ein Würst­chen an der Fleisch­the­ke. Auf die ging man direkt zu, wenn man den Gang vom Ein­gang aus lang­ge­gan­gen ist… .”

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Über dem Super­markt resi­dier­te ein Uro­lo­ge. Mit­te der 1970er-Jah­re beglei­tet Ter­ry sei­ne Mut­ter dort­hin. Er schau­te aus dem Fens­ter und zähl­te die Autos, “die aus Rich­tung Flö­ten­kiel her­an­ge­fah­ren kamen — wobei mich am meis­ten inter­es­siert hat, wie oft ein Mer­ce­des dar­un­ter war. Im Schnitt waren es 36 % , dar­an erin­ne­re ich mich noch… .”

Rechts neben dem Fri­sche­markt emp­fängt die Städ­ti­sche Spar­kas­se ihre Kun­den und ver­sorgt sie mit Bar­geld und ande­ren Finanz­ge­schäf­ten. Jule hat dort von 1979 bis 1983 ihre Aus­bil­dung absol­viert: “Die Städ­ti­sche Spar­kas­se hat­te damals 15 Filia­len, ver­teilt über das gesam­te Stadt­ge­biet. Die Filia­le Nord­stra­ße befand sich in dem glei­chen mit Wasch­be­ton ver­klei­de­ten Gebäu­de, in dem auch der Super­markt befand.”

Ter­ry gefiel der Innen­raum der Spar­kas­sen­fi­lia­le gut und Uwe Z. weiß noch: “Jeden Welt­spar­tag habe ich auf der Spar­kas­se mei­ne säu­ber­lich geroll­ten Mün­zen abge­ge­ben und auf mein Spar­buch ein­ge­zahlt… .”

Gün­ter Cor­des macht mit sei­nem 300-Qua­drat­me­ter-Frisch­markt gute Umsät­ze – bis die Städ­ti­sche Spar­kas­se im August 2002 die Nord­stra­ße ver­lässt und fort­an ihre Geld­ge­schäf­te an der Pfer­de­ba­de betreibt. “Das Kun­den­ver­hal­ten hat sich in den letz­ten Jah­ren erheb­lich ver­än­dert”, erklär­te damals ein Spar­kas­sen-Vor­stands­mit­glied der Nord­see-Zei­tung. “Wir sind da, wo der Kun­de ist. Die expo­nier­te Lage und die kos­ten­in­ten­si­ve Reno­vie­rung der alten Räum­lich­kei­ten in der Nord­stra­ße mach­ten uns die Ent­schei­dung leicht”, war im sel­ben Arti­kel zu lesen.

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Auch die in der Nähe gele­ge­ne Post schließt, und für Gün­ter Cor­des beginnt “das Ster­ben auf Raten” – “ganz lang­sam.” Es wird fort­an schwer für ihn. Nicht die Nähe zum Real-Markt ist das Pro­blem. Die Bil­lig-Dis­coun­ter sind es. Am Blink haben gleich meh­re­re Dis­coun­ter eröff­net, und vie­le Kun­den gehen nun dort ein­kau­fen. Etwa ein Drit­tel der Kun­den hal­ten “ihrem” Kauf­mann die Treue und erle­di­gen ihre kom­plet­ten Ein­käu­fe wei­ter­hin bei Gün­ter Cor­des. Die ande­ren – vor­wie­gend jün­ge­re Leu­te – kau­fen in der Nord­stra­ße nur noch das ein, was sie beim Dis­coun­ter ver­ges­sen haben.

Am 31. Juli 2013 schließt der 66-Jäh­ri­ge Gün­ter Cor­des nach 27 Jah­ren sei­nen Fri­sche­markt. “Rea­lis­tisch betrach­tet hät­te ich schon vor zehn Jah­ren schlie­ßen müs­sen. Seit­dem habe ich nur rein­but­tern müs­sen und dadurch mei­ne Alters­vor­sor­ge ver­lo­ren”, erklärt er der Nord­see-Zei­tung. Sei­ne Mit­ar­bei­ter, eine Halb­tags­kraft, zwei Voll­zeit­be­schäf­tig­te und sie­ben 400-Euro-Mit­ar­bei­ter, müs­sen sich eine neue Beschäf­ti­gung suchen.

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Die Nord­stra­ße wur­de im Jah­re 1904 ange­legt. Sie soll die Lan­ge Stra­ße ent­las­ten, über die damals der Ver­kehr in bei­de Rich­tun­gen geführt wird. Die Nord­stra­ße ver­bin­det den Flö­ten­kiel mit der Hafen­stra­ße.

Nicht nur der Auto­ver­kehr fließt durch die Nord­stra­ße. Auf den Schlacht­fel­dern Euro­pas tobt der Ers­te Welt­krieg, als die Arbei­ter­ju­gend sich auf den Weg zu einem Wald­fest macht und durch die Nord­stra­ße läuft.

Als der Zwei­te Welt­krieg vor­bei ist, kom­men Jeeps der 51. High­land Divi­si­on die Nord­stra­ße her­un­ter­ge­fah­ren, um die Stadt zu beset­zen. Karl Will­ms beschreibt in der Nord­see-Zei­tung: “Da kamen sie aus der Nord­stra­ße her­an. Autos, Jeeps, die saßen da drin mit Waf­fe im Anschlag, wir drück­ten uns die Nasen platt am Tür­glas.“

Und es gibt auch Erin­ne­run­gen an Kar­ne­vals­um­zü­ge oder an Demons­tra­tio­nen gegen die Sta­tio­nie­rung der Pers­hing-II-Rake­ten im Okto­ber 1983. Damals zie­hen tau­sen­de Demons­tran­ten durch die Nord­stra­ße. Wem es zu eng wird, der spa­ziert ein­fach über die gepark­ten Autos.

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Trotz­dem wohnt man ger­ne in der Nord­stra­ße. Zwi­schen dem Atlan­tic-Hotel und dem Gericht gibt es schö­ne Alt­bau­woh­nun­gen. Es ist eng hier und gemüt­lich. Bus­li­ni­en, Spar­kas­se und Post, Ärz­te und Super­märk­te – alles ist fuß­läu­fig erreich­bar. Sogar ein klei­nes Knei­pen­vier­tel gibt es.

Heu­te hat sich vie­les ver­än­dert. Eine Post ist gibt es hier nicht mehr, und das ehe­ma­li­ge Wasch­be­ton­ge­bäu­de war lan­ge ver­waist. Der Super­markt hat geschlos­sen, die Ärz­te sind ver­schwun­den, und die Spar­kas­se ist auch längst nicht mehr da. Fünf Jah­re rot­tet der ehe­ma­li­ge Fri­sche-Markt vor sich hin.

Die Nordstraße verändert ihr Gesicht

Im Jah­re 2016 kauf­te ein Inves­tor das 700 Qua­drat­me­ter gro­ße Grund­stück und ließ die 1965 erstell­te Hal­le abrei­ßen. Auch die Tief­ga­ra­ge wur­de nicht ver­schont. Für 3,8 Mil­lio­nen Euro soll hier ein neu­er pyra­mi­den­för­mi­ger Gebäu­de­kom­plex ent­ste­hen: 17 Woh­nun­gen, zwei Pent­house­woh­nun­gen, Arzt­pra­xis, Tief­ga­ra­ge. Die Zufahrt wird in die Tor­gau­er Stra­ße ver­legt.

Eine Stra­ße ver­än­dert ihr Gesicht!

Quel­len:
J. Rab­bel: Das Ladenster­ben geht wei­ter, Nord­see-Zei­tung vom 5.7.2013
Von der  Nord­stra­ße zur Pfer­de­ba­de umge­zo­gen, Nord­see-Zei­tung v. 10.8.2002
Spar­kas­sen-Stand­ort an der Pfer­de­ba­de, Nord­see-Zei­tung vom 12.8.2002
Lach­kol­ler und But­jer­cou­ra­ge, Nord­see-Zei­tung vom 7.5.2005
Zwi­schen Lach­krampf und Laus­bu­ben­mut, Nord­see-Zei­tung vom 7.5.2005
S. Schwan: Tschüss, olle Gru­sel­hal­le, Nord­see-Zei­tung vom 16.10.2017
H. Haus­hahn: Ham­bur­ger Kaf­fee-Lager Thams & Garfs Paul Düvier GmbH, BEW aktu­ell 03/2016, Sei­ten 34 + 35
juwis’s welt: Kurs abge­steckt Rich­tung Geis­ter­stadt?

28. Juni 2018
von admin
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Erinnerungen an die 1970er Jahre

Erin­ne­run­gen an die 1970er Jah­re: Am Sonn­tag, den 1. Juli 2018, haben Besu­che­rin­nen und Besu­cher im His­to­ri­schen Muse­um Bre­mer­ha­ven um 15 Uhr Gele­gen­heit, in die Welt der 1970er Jah­re ein­zu­tau­chen. Muse­ums­päd­ago­gin Dr. Kers­tin Ras-Dür­sch­ner führt sach­kun­dig durch die soeben eröff­ne­te Son­der­aus­stel­lung des Muse­ums. Sie trägt den Titel „Die 1970er Jah­re – Eine Stadt im Umbruch“ .

Erinnerungen an die 1970er Jahre

Bunt, schrill, inno­va­tiv, aber auch vol­ler Kri­sen – in den 1970er Jah­ren befand sich Bre­mer­ha­ven im Umbruch.

Über 250 his­to­ri­sche Foto­gra­fi­en der Pro­fi­fo­to­gra­fen Johan­nes Fleck und Wolf­hard Scheer las­sen Erin­ne­run­gen leben­dig wer­den an die Zeit des städ­ti­schen Bau­booms, aber auch an die anhal­ten­den Werf­ten- und Hoch­see­fi­sche­rei­kri­sen. Zahl­rei­che Aus­stel­lungs­ob­jek­te wer­fen Schlag­lich­ter auf die neu ent­ste­hen­de Kon­sum- und Frei­zeit­ge­sell­schaft. Bunt, bun­ter, oran­ge­far­ben und mög­lichst aus Kunst­stoff – so lau­te­ten die Leit­li­ni­en des Designs der 70er. Eine Baby­ba­de­wan­ne, ent­wor­fen von dem Desi­gner Lui­gi Cola­ni, oran­ge­far­be­ne Haus­halts­ge­rä­te, ein roter Fern­se­her oder zot­te­li­ge Schaf­fell­ja­cken sind nur eini­ge der vie­len 70er Jah­re-Iko­nen, die in der Aus­stel­lung zu sehen sind. Das größ­te Expo­nat ist ein Poli­zei-Fahr­zeug aus dem Jahr 1973 vom Typ VW-Käfer, das kleins­te ein oran­ge­far­be­ner Anste­cker aus dem Bun­des­tags­wahl­kampf 1972 mit der Auf­schrift „Wil­ly wäh­len“.

Zu Beginn des Rund­gangs gibt es einen Über­blick über die wich­tigs­ten The­men und Strö­mun­gen der Zeit. In den 1970er Jah­ren begann Bre­mer­ha­ven, sich als moder­ne und mari­ti­me Stadt mit geziel­ten Wer­be­kam­pa­gnen zu posi­tio­nie­ren. Dafür wur­den häu­fig jun­ge Models vor neu­en Gebäu­den und Sehens­wür­dig­kei­ten in Sze­ne gesetzt. Prä­gend für das neue Stadt­bild waren die gro­ßen Neu­bau­pro­jek­te, wie die Stadt­hal­le, das Deut­sche Schif­fahrts­mu­se­um oder das Colum­bus-Cen­ter. Ein­drucks­vol­le Foto­gra­fi­en und viel­fäl­ti­ge Objek­te füh­ren in die The­men „Tech­no­lo­gi­sche Inno­va­tio­nen“ und „All­tag und Stadt­le­ben“ ein. Den Abschluss der Extra­Tour bil­det ein The­men­raum zur jun­gen Gene­ra­ti­on, bei der Mode und Musik der Zeit eine zen­tra­le Rol­le spiel­ten.

Die Teil­nah­me an der Füh­rung kos­tet 3 Euro pro Per­son, der Ein­tritt ist frei. Treff­punkt ist das Foy­er des His­to­ri­schen Muse­um.

Pres­se­mit­tei­lung:
His­to­ri­sche Muse­um Bre­mer­ha­ven: HMB aktu­ell 28/18 – 21.06.2018

31. Mai 2018
von admin
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Die Leher Hartsteinwerk GmbH

Wann die Leher Hart­stein­werk GmbH gegrün­det wur­de, konn­te ich bis­her nicht in Erfah­rung brin­gen. Trotz inten­si­ver Recher­che in der Bre­mer­ha­ve­ner Stadt­bi­blio­thek fand ich in den dor­ti­gen Büchern nir­gend­wo einen Hin­weis auf die Leher Hart­stein­werk GmbH.

Die Leher Hartsteinwerk GmbH

Von einem Leser des Deich­SPIE­GEL habe ich eine Ansichts­kar­te bekom­men, auf der die Gebäu­de der Leher Hart­stein­werk GmbH abge­bil­det sind. Das Unter­neh­men muss es also gege­ben haben.

Eine glei­che Ansichts­kar­te wird im Online­han­del ange­bo­ten.

2018-05-31_Leher_Hartsteinwerk_002

Auf der Rück­sei­te gra­tu­lie­ren L. und A. Suhr einem in Bre­mer­ha­ven woh­nen­den Herrn Joh. Stuye zum Geburts­tag, datiert mit 13.04.08 (also 1908).

Nun ver­such­te ich mein Glück im Bre­mer­ha­ve­ner Stadt­ar­chiv. Der dor­ti­ge Archi­var konn­te mir eben­falls ein glei­ches Bild prä­sen­tie­ren. Wir bemüh­ten zunächst die Adress­bü­cher der Jah­re 1905, 1906 und 1907. Das Ergeb­nis war dürf­tig:

Im Adress­buch von 1907 ist ver­merkt:
Leher Hart­stein­werk GmbH, Spa­de­n­er­stra­ße, Tele­fon 253

Im Adress­buch von 1906 ist ver­merkt:
Leher Hart­stein­werk GmbH, Spa­de­n­er­stra­ße
Leher Säge- und Hobel­werk GmbH, Spa­de­n­er­stra­ße
Direk­tor J. Suhr, Spa­de­n­er­stra­ße, Tele­fon 253

Außer­dem ver­riet mir das Adress­buch, dass in der Spa­de­n­er­stra­ße 50 jeweils ein Zim­me­rer und ein Tech­ni­ker namens Suhr gemel­det waren. Ob die­se Per­so­nen iden­tisch oder ver­wandt mit Direk­tor J. Suhr waren, das konn­te ich nicht veri­fi­zie­ren. Schließ­lich ver­sprach mir der Archi­var, mit mir Kon­takt auf­zu­neh­men, wenn er wei­te­re Infor­ma­tio­nen bekom­men soll­te.

Ich über­prüf­te noch unter genealogy.net, ob auf einem Leher Fried­hof ein Suhr bestat­tet wur­de. Zwar wur­de ich fün­dig, aber jahr­gangs­mä­ßig pass­te es nicht.

Mei­ne letz­te Hoff­nung sind nun mei­ne Leser! Wer Infor­ma­tio­nen über die ehe­ma­li­ge Leher Hart­stein­werk GmbH hat, möge sich bit­te mit mir in Ver­bin­dung set­zen. Ich wür­de mich sehr freu­en.