26. Februar 2019
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Dirnen, Schankmädchen und Hafenspelunken.

Dir­nen, Schank­mäd­chen und Hafen­spe­lun­ken. Pro­sti­tu­ti­on in Bre­mer­ha­ven und Bre­men wäh­rend der ers­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts

Dirnen, Schankmädchen und Hafenspelunken

Stets hat die christ­li­che Kir­che Lust und Sinn­lich­keit als Sün­de ver­dammt. Gleich­wohl war die Pro­sti­tu­ti­on im Mit­tel­al­ter eine lega­le Tätig­keit, und die Dir­nen hat­ten ihren Platz in der Gesell­schaft.

Um die Pro­sti­tu­ti­on in Bre­mer­ha­ven und Bre­men wäh­rend der ers­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts han­delt ein Vor­trag, den die His­to­ri­ke­rin Kim Kris­tin Breit­mo­ser am 7. März 2019 um 18 Uhr im Casi­no der Weser-Elbe-Spar­kas­se in der Bür­ger­meis­ter-Smidt-Stra­ße hält.

Unter dem Titel “Dir­nen, Schank­mäd­chen und Hafen­spe­lun­ken” befasst sich die Wis­sen­schaft­le­rin mit der Aus­wir­kung der Pro­sti­tu­ti­on auf den sozia­len und dadurch auch topo­gra­fi­schen Wan­del nord­deut­scher Städ­te im Zeit­raum von 1750 bis 1850.

Die pro­mo­vier­te His­to­ri­ke­rin meint, über den Zugang der Pro­sti­tu­ti­ons­for­schung auch viel über die Lebens­wel­ten aller ande­ren Per­so­nen erfah­ren zu kön­nen. Den Grund hier­für sehe sie dar­in, dass die Art und Wei­se, wie die Pro­sti­tu­ti­on aus­ge­übt wird, immer auch die Situa­ti­on der umlie­gen­den Gesell­schaft wider­spie­ge­le. Für ihr For­schungs­pro­jekt sei­en die ers­ten drei Jah­re Bre­mer­ha­vens bis zur Eröff­nung des Hafens beson­ders inter­es­sant gewe­sen.
Quel­len:
Stadt­ar­chiv Bre­mer­ha­ven, Vor­trags­pro­gramm Früh­jahr 2019
J. Rab­bel: “Vier­mal Geschich­te sicht­bar erle­ben”, Nord­see-Zei­tung v. 18.02.2019

14. Februar 2019
von admin
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Bürgerhaus Lehe

Bür­ger­haus Lehe

Der im Jah­re 1862 opu­lent gestal­te­te Saal des Bür­ger­haus Lehe wur­de im Jah­re 1896 mit einer Büh­ne aus­ge­stat­tet. in die­sen Jah­ren hat der Saal vie­le fest­li­che Zei­ten erlebt. Er war Ball­saal und Treff­punkt der Leher Hono­ra­tio­nen. Und seit etwa 1922 für vie­le Jah­re auch Ver­samm­lungs­ort des Schüt­zen­ver­ein Lehe von 1848 e. V. Bürgerhaus LeheNach dem Zwei­ten Welt­krieg war das an der Fried­hof­stra­ße gele­ge­ne Bür­ger­haus Lehe für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ein Ort, an dem sie die Müh­sal die­ser Zeit für ein paar Stun­den ver­ges­sen konn­ten. So führ­te das Stadt­thea­ter hier im Okto­ber 1945 Zuck­may­ers Volks­stück “Katha­ri­na Knie” auf. Und noch in den spä­ten 1950er Jah­ren beka­men die jun­gen Leu­te hier ihren Tanz­un­ter­richt. Beim Abtanz­ball wur­de das Erlern­te vor­ge­führt. Und sonn­tags lud das Bür­ger­haus zum Tanz­tee ein. Wäh­rend die einen das Tanz­bein schwan­gen, erfreu­ten sich neben­an die ande­ren am Kegeln.

Doch der eins­ti­ge Glanz des Saa­les im Bür­ger­haus Lehe an der Eisen­bahn­stra­ße war ver­blasst. Mehr als 50 Jah­re wur­de der rund 400 Qua­drat­me­ter gro­ße Saal nicht mehr genutzt. Dann aber mach­te sich eine Leher Fir­ma dar­an, den Saal in dem his­to­ri­schen Grün­der­zeit­ge­bäu­de zu ent­ker­nen. Dabei wur­de auch die gut erhal­te­ne alte Decke frei­ge­legt.
Quel­le: Mar­ti­na Löw­ner, “Der Glanz längst ver­gan­ge­ner Tage”, Sonn­tags­jour­nal vom 27.05.2012

Bürgerhaus Lehe
Nach­trag vom 10.02.2019
Die Umbau- und Sanie­rungs­ar­bei­ten in der Leher Fried­hofs­stra­ße 15 för­der­ten vie­le Über­ra­schun­gen zuta­ge. So muß­te der zunächst für den 1. Sep­tem­ber 2018 geplan­te Eröff­nungs­ter­min ver­scho­ben wer­den. Auch der Okto­ber­ter­min war nicht zu rea­li­sie­ren. Aber alle Schwie­rig­kei­ten konn­ten gemeis­tert wer­den, und seit 16. Novem­ber 2018 ist das Bür­ger­haus Lehe wie­der in Betrieb. Der Inha­ber Niko­laj Grom­berg bie­tet auf sei­ner Inter­net­sei­te einen “hel­len und groß­zü­gig gestal­te­ten Tanz­saal” als “Raum für fest­li­che Anläs­se, Ver­an­stal­tun­gen und sons­ti­ge Fei­ern” an. Und auch die Sport­keg­ler sind wie­der da. Die  22 moder­nen Kegel­bah­nen wer­den vom Keg­ler­ver­ein Bre­mer­ha­ven e. V. genutzt, ste­hen aber auch für pri­va­te Ver­an­stal­tun­gen zur Ver­fü­gung.

4. Januar 2019
von admin
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Repair Café in Bremerhaven

Repair Café in Bre­mer­ha­ven
in der Werk­statt 212, in der Alten Bür­ger 212

Die nächs­ten Repair Cafés fin­den an fol­gen­den Ter­mi­nen statt:
Sonn­abend, 12. Janu­ar 2019, 9. Febru­ar 2019, 9. März 2019,
jeweils von 12 bis 17 Uhr.

Über­all auf der Welt schie­ßen die Repair Cafés wie Pil­ze aus dem Boden. Ende 2013 gab es welt­weit 275 Repair Cafés. Ein Jahr spä­ter konn­te man schon 700 zäh­len. Allein in Deutsch­land wer­den in etwa 180 Repair Cafés Elek­tro­ge­rä­te und Möbel zu neu­em Leben erweckt.Repair Café in BremerhavenAm 13.12.2014 wur­de auch in der See­stadt in der Alten Bür­ger 212 vom Jugend­kli­ma­rat ein Repair Café eröff­net. Hier kann man Gegen­stän­de des täg­li­chen Bedarfs gemein­sam mit frei­wil­li­gen Tüft­lern repa­rie­ren, deren Repa­ra­tur aus wirt­schaft­li­cher Sicht unsin­nig wäre. Ob es ein Toas­ter oder ein defek­tes Smart­pho­ne ist, eine Lam­pe, ein Föhn, Spiel­zeug oder gar ein zer­bro­che­ner Stuhl. Hier bekommt man Hil­fe.

Wir wol­len etwas gegen die Weg­werf­ge­sell­schaft und die Kurz­le­big­keit vie­ler Elek­tro­ge­rä­te tun und damit einen Teil zum Schutz von Mensch und Umwelt bei­tra­gen”, sagt die 13-jäh­ri­ge Swant­je Malin Schä­fer vom Jugend­kli­ma­rat Bre­mer­ha­ven, auf des­sen Initia­ti­ve das ers­te Repair Café in der See­stadt eröff­net.

Aber eines ist erwünscht. Jeder muss bereit sein mit­zu­ma­chen. Nur sei­ne Sachen abge­ben und nach erfolg­ter Repa­ra­tur wie­der abho­len, dass ist nicht der Sinn des Cafés. Hil­fe zur Selbst­hil­fe soll es hier geben, eine gemein­sa­me Lösungs­su­che wird ange­strebt. Viel­leicht bei Kaf­fee und Kuchen? So kommt man in Kon­takt und kann sei­ne prak­ti­schen Fähig­kei­ten ent­de­cken und wei­ter­ge­ben.

Frei­wil­li­ge Hel­fer sind jeder­zeit will­kom­men, Senio­ren, Stu­den­ten, Jugend­li­che, Kin­der oder ande­re Men­schen mit gerin­gem Ein­kom­men bei der Repa­ra­tur ihres Gegen­stan­des zu unter­stüt­zen. Ganz neben­bei wir so welt­weit rund 200.000 Kilo Elek­tro­ab­fall ver­mie­den.

Eines soll aber ver­mie­den wer­den: Das Repair Café soll den ört­li­chen Fach­ge­schäf­ten kei­ne Kon­kur­renz machen. Des­halb wird im Café weder genäht noch wer­den Fahr­rä­der repa­riert.
Quel­le:
Repair-Cafe Bre­mer­ha­ven