22. Juni 2017
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Bekleidungshaus Ketelsen

Wenn man heute vor dem Waschsalon in der Leher Hafenstraße 76 steht, erinnert nichts daran, dass dieses Gebäude einst das bekannte “Bekleidungshaus Ketelsen” beherbergte. Auch in dem Gebäude Hafenstraße 78 und 80 werden schon viele Jahre keine Anzüge mehr verkauft.

Bremerhaven, Hafenstraße

Man schreibt das Jahr 1911. Im Januar feiert das Deutsche Reich den 40. Jahrestag seines Bestehens. Die Industrialisierungsphase ist praktisch abgeschlossen, im deutschen Kaiserreich herrscht Hochkonjunktur. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt in der Regel 60 Stunden.

Das Jahr 1911 ist kein friedliches Jahr, die Großmächte rüsten auf.  Zwischen Deutschland und Großbritannien findet seit dem Jahre 1906 ein Flotten-Wettrüsten statt, den die Briten am Ende für sich entscheiden werden.

Doch noch spürt man in der Bevölkerung nicht, dass der Erste Weltkrieg längst vor der Tür steht. Im Januar 1911 findet in Bremerhaven ein Nordwestdeutsches Musikfest statt, im Februar wird die Baugenossenschaft „Eintracht“ gegründet und in Geestemünde eröffnet im August die Wesergesellschaft den Fährverkehr mit Blexen.

Ketelsen

Vor diesem Hintergrund gründet  im Februar des Jahres 1911 der aus Flensburg stammende Armin Ketelsen in der Leher Hafenstraße 76 Ecke Auf den Sülten ein Ladengeschäft für Herrenkonfektion. Armin Ketelsen hatte sich gerade von seinem Geschäftspartner Winter, mit dem er im Jahre 1906 auf der gegenüberliegenden Straßenseite das große Spezialhaus „Ketelsen & Winter“ in der Hafenstraße Ecke Kistnerstraße gegründet hat, getrennt.

Das Bekleidungshaus Armin Ketelsen wurde schnell beliebt. Schon bald nach dem Ende des Ersten Weltkrieges waren es nicht mehr nur die Herren des noch dörflichen Lehe, die sich hier einkleiden ließen. Auch in Bremerhaven, Geestemünde und weiten Teilen des Landkreises machten sich die Kunden auf nach Lehe in die Hafenstraße.

Der Zuspruch war so groß, dass Armin Ketelsen seinen Betrieb schon bald vergrößern musste. Im Jahre 1921 wurde das Eckhaus also durch einen  rückwärtigen  dreigeschossigen  Anbau, der sich  weit  in  die  Seitenstraße  Auf  den  Sülten  hineinzog, erweitert. Der anfangs noch als reines Konfektionshaus geführte Betrieb verfügte nun im Dachgeschoss über eine große Schneiderwerkstatt, die vielen Gesellen einen Arbeitsplatz bot.

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Im Jahre 1924 wurde aus Lehe und Geestemünde die neue Stadt Wesermünde gebildet. Und in der Hafenstraße 76 wurden die Räumlichkeiten abermals zu eng. Armin Ketelsen suchte nach einer Lösung und kaufte im Jahre 1926 das gegenüberliegende Gebäude Hafenstraße 78/80. Er baute groß an und ließ 1931 die Fassaden modern gestalten. Und das Mansardendach des Eckhauses Hafenstraße 76 wurde im Jahre 1930 zu einem vollwertigen  2. Oberschoss  ausgebaut.

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In diesen Jahren – in Bremerhaven regierte mittlerweile die Hakenkreuzfraktion – richtete Armin Ketelsen auch eine neue Abteilung für Damen-Oberbekleidung ein.

Im Februar 1932 eröffnete Armin Ketelsen in Cuxhaven ein modernes Zweiggeschäft, das schon bald in erheblichem Maße zum Geschäftsumsatz beitrug.

Im Oktober 1935 wurde Bremerhaven wieder Garnisonsstadt. In die neu gebauten Kasernen, in die ehemalige kaiserliche Artilleriekaserne und in die Polizeikaserne am Roten Sand zogen Marinesoldaten ein. Und Adolf Hitler stattet Bremerhaven einen Besuch ab, um an der Probefahrt des Lloydschnelldampfers „Scharnhorst“ teilzunehmen.

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In einer Garnisonsstadt gibt es natürlich viele Soldaten. Und Soldaten tragen Uniformen. Und Armin Ketelsen erkannte die Gunst der Stunde, und sein Bekleidungshaus spezialisierte sich auf das Schneidern von Uniformen. Schon bald hatte sich das Bekleidungsgeschäft weit über die Stadtgrenzen hinaus einen guten Namen als Hersteller für Uniformen gemacht. Offiziere und Unteroffiziere der Marine ließen sich ihre Uniformen von Ketelsen maßanfertigen. Auch Orden und Ehrenzeichen wurden angenäht.

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Das Bekleidungshaus Ketelsen arbeitete eng mit den Offiziers-Kleiderkassen, den Schifffahrtsgesellschaften und mit den Zolldienststellen zusammen. Aus den ursprünglichen Anfängen entwickelte sich nach und nach ein selbständiger Geschäftszweig für die Herstellung von Uniformen. In der Maßschneiderei waren in diesen Jahren über 60 Schneider beschäftigt.

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1939 wurde das Herren- und Knabenbekleidungsunternehmen Ketelsen von der Deutschen Arbeitsfront als „Nationalsozialistischer Musterbetrieb“ ausgezeichnet. In dem 1939 erschienenen Buch „Die NS-Musterbetriebe 1939, Band 3“ ist das Bekleidungshaus „Armin Ketelsen, Fachgeschäft für Herren- und Knabenbekleidung, Wesermünde“ aufgeführt. Um die Bedeutung des eigenen Betriebes hervorzuheben, konnte Ketelsen das Buch mit Fotografien seines Betriebes illustrieren lassen.

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Die Bezeichnung „NS-Musterbetrieb“ war ein Ehrentitel für Gewerbebetriebe mit vorbildlicher nationalsozialistischer Haltung und Betriebsgestaltung. Derartige Betriebe wurden bei der Vergabe von Staatsaufträgen bevorzugt und waren berechtigt, die Flagge der Deutschen Arbeitsfront mit goldenem Rade und goldenen Fransen zu führen.

In den Buch wurde Armin Ketelsen als ein Chef gepriesen, der seine Mitarbeiter vorbildlich behandelt. Ketelsen richtete für seine Arbeiter und Lehrlinge ein Erholungsheim in Brunshausen bei Stubbe ein, in dem diese ihre Ferienzeit verbringen konnten. Es war auch nicht selten, das sich der Chef vor Dienstbeginn mit seinen Mitarbeitern auf dem Zollinlandsplatz zu einem Fußballspiel traf. Zum 25-jährigen Betriebsjubiläum bedankte sich Armin Ketelsen bei seinen langjährigen Mitarbeitern mit einem handgeschriebenen Brief, dem er ein Portraitfoto von sich beifügte.

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Der Zweite Weltkrieg verschonte auch das Bekleidungshaus Ketelsen nicht. Im Jahre 1944 wurde das Geschäftshaus Hafenstraße 78 bei einem Bombenangriff komplett zerstört. Das Haus Hafenstraße 76 jedoch trug keine nennenswerten Schäden davon. Lediglich das 2. Obergeschoss war zerstört worden. Der rückwärtige Gebäudeteil blieb von Schäden verschont. Die veränderte heutige Fassade ist mehreren Umbaumaßnahmen geschuldet.

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Als die US-Army nach dem Krieg als Besatzungsmacht in Bremerhaven einzog, beschlagnahmte sie neben vielen anderen Häusern in der Hafenstraße auch das Bekleidungshaus Ketelsen (Hafenstraße 76) und richtete im Erdgeschoß ein amerikanisches Kaufhaus ein (PX-Laden). Armin Ketelsen wurde aufgrund seiner Nähe zum Nationalsozialismus von den Amerikanern bis zu seiner Entnazifizierung aus der Geschäftsführung entlassen. Die Herren Hens und Fechner wurden als Treuhänder eingesetzt und führten bis zum Jahre 1948 die Geschäfte.

Viel deutsche und amerikanische Prominenz war zur offiziellen Eröffnung anwesend, als am 25. Mai 1949 das hier in der Leher Hafenstraße 76 ebenfalls eingezogene Amerika-Haus eröffnet wurde. Man hat das Erdgeschoss für die Bedürfnisse des Amerikahauses umgestaltet: Leichte Trennwände wurden eingezogen und der Schaufensterbereich wurde leicht verändert.

Ein Treppenhaus im Nebeneingang an der Seitenstraße diente fortan als Haupteingang zum Bekleidungshaus. In den oberen Geschossen wurden wieder Uniformen geschneidert – jetzt nur noch für die amerikanischen Soldaten.

Im Juli 1951 verließ das Amerikahaus die Hafenstraße bereits wieder, um ihr neues Domizil in der Elbe-Straße zu beziehen. Nun konnte Armin Ketelsen wieder alleine über sein Haus Hafenstraße 76 verfügen. Er ließ das Haupttreppenhaus in den Verkaufsräumen wieder herrichten. Außerdem wurde das Eckhaus mit dem Dachgeschossausbau wieder hergestellt. Die expressionistischen  Fassadenelemente wurden entfernt.

Am 11. April 1951 wurde Armin Ketelsen 70 Jahre alt. Zu seinem Geburtstag hat die Nordsee-Zeitung sein Lebenswerk in einem Aufsatz ausführlich gewürdigt. Besonders hervorgehoben wurde seine fünfzigjährige aktive Sängertätigkeit. Davon war er dreißig Jahre Liedervater der Leher „Germania“.

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Unter der Überschrift „In and Around Germany“ berichtet das amerikanische „Informations bulletin“ in der Ausgabe Januar 1952 über eine Uniformspende an die Bremerhavener Pfadfinder. Dem US Resident Officer (Verbindungsoffizier) Edward Merone fiel auf, dass viele Bremerhavener Pfadfinder keine Uniform trugen. Er bat verschiedene Bremerhavener Firmen um Hilfe. Die Firma Ketelsen spendete das Material für die T-Shirts, und Firma Ramelow spendete den Hosenstoff. Für die Nähkosten kam Edward Merone auf. In einer feierlichen Zeremonie überreichte Armin Ketelsen dem Pfadfinder Deblitz 55 Pfadfinderuniformen mit den Worten: „Wir präsentieren Ihnen diese Uniformen in der Hoffnung, dass man sie im wahren Pfadfindergeist tragen wird.“ „Allzeit bereit“, versprach Deblitz.

Der Firmengründer, der bisher alleiniger Inhaber des Bekleidungshauses war, wandelte dieses ein Jahr nach seinem 70. Geburtstag in eine Kommanditgesellschaft um. Als der Firmengründer am 4. September 1954 verstarb, wurde sein Neffe Fritz Lange Geschäftsführer.

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In dieser Zeit standen bei Ketelsen 123 kaufmännische Angestellte und Schneider auf der Lohnliste,  davon waren 18 Mitarbeiter in der Cuxhavener Filiale tätig. Außerdem arbeiteten, wie es in der Bekleidungsindustrie damals üblich war, weitere Mitarbeiter als „Heimarbeiter“ für Ketelsen. Sie vernähten Fäden, besäumten Knopflöcher und nähten Knöpfe an.

In der Änderungsschneiderei waren Anfang der 1950er Jahre etwa sechs Schneiderinnen und eine Meisterin (Directrice-Leiterin) beschäftigt, die ausschließlich für die Damenbekleidung zuständig waren. Wenn auch Änderungsarbeiten wie Kürzen, Weiten, Engermachen und Abstecken zu den Hauptaufgaben der Änderungsschneiderei gehörten, so wurden hier aber auch neue Abendkleider geschneidert und Modenschauen ausgerichtet.

„Lehrjahre sind keine Herrenjahre“, das war damals ein geflügeltes Wort. Heutige Auszubildende würden sicher entsetzt dreinschauen, würde man ihnen derart ausbildungsferne Tätigkeiten zumuten, wie sie die damaligen Lehrlinge zu verrichten hatte. So gehörte bei der Firma Ketelsen zu den Lehrlingsaufgaben jener Jahre der Heizdienst an den Wochenenden. Die Amerikaner stellten die Kohle bereit, mit denen der Heizdienst die von den Amerikanern genutzten Räume zu heizen hatten. Manch ein Heizdienst hat die Gelegenheit wahrgenommen und ein paar Kohlen für daheim mitgenommen.

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Der Dienst am Kunden war für das Bekleidungshaus Ketelsen genauso Selbstverständlich wie das freundliche und hilfsbereite Miteinander unter den Mitarbeitern. Von der Geschäftsleitung über den Mitarbeitern bis hinunter zum jüngsten Lehrling war man stolz darauf, zu einer großen Familie zu gehören. Ein großer Anteil der Angestellten blieb der Firma Ketelsen jahrzehntelang treu. Und die Firmentreue wurde belohnt mit sozialen Leistungen, die für die damalige Zeit nicht selbstverständlich waren. So gab es zum Beispiel schon in den 1950er Jahren für die Mitarbeiter eine betriebliche Altersversorgung. Auch gehörten größere Spenden an caritative Verbände zur Tradition des Bekleidungshauses Ketelsen.

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Im Jahre 1958 wurde die Uniformschneiderei eingestellt. Deutsche Uniformen wurden ab 1945 ja nicht mehr gebraucht, und aufgrund der Beschränkungen, die die Alliierten im Jahre 1945 für die deutsche Handelsschifffahrt einführten, wurden auch von den Reedereien immer weniger Uniformen nachgefragt. Der Betrieb wurde umgestellt auf die Produktion von „vornehme Herren-, Jünglings- und Knabenbekleidung“. Bestimmt werden sich noch viele ältere Leher an ihren Konfirmationsanzug aus dem Hause Ketelsen erinnern.

Nachdem Auszug des Amerikahauses blieb das Bekleidungsgeschäft Ketelsen noch zehn Jahre in Lehe. Im Jahre 1961 gab das Unternehmen die Geschäfte in der Hafenstraße auf und eröffnete in der attraktiveren Bürgermeister-Smith-Straße 42 Ecke Kirchenstraße das “Spezialhaus für Herren- und Damenbekleidung”.

Nun, nachdem die Amerikaner ausgezogen waren und auch die Firma Ketelsen das Haus Hafenstraße 76 verlassen hat, kaufte die Stadt Bremerhaven das Gebäude. Das Hochbauamt zog jetzt hier ein und auch eine Zweigstelle der Stadtbibliothek. 1986 verkaufte die Stadt das Haus an einen Möbelhändler.

Fritz Lange, der Neffe des Firmengründers Armin Ketelsen, war seit 1954 Geschäftsführer des Bekleidungshauses. Im Jahre 1978 zog sich Fritz Lange aus der Geschäftsführung zurück und übergab seinem Sohn Uwe Lange das Ruder. Leider musste dieser den Betrieb im Jahre 1991 mangels ausreichender Rentabilität schließen. Wie Werner Mahler, der bei Ketelsen 25 Jahre als Werbeleiter beschäftigt war, mussten sich auch viele andere Mitarbeiter eine neue Anstellung suchen. Eine 80-jährige Firmengeschichte ging zu Ende.
Quellen:
H. Hildebrand: „Das Bekleidungshaus von Armin Ketelsen“, Geschichten aus Lehe, Band 1
Dr. Hartmut Bickelmann: „Wunschvorstellung und Wirklichkeit“, Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 733 vom Januar 2011
Dr. Georg Bessell: „Heimatchronik der Stadt Bremerhaven“, Seiten 286 ff.
„Armin Ketelsen 70 Jahre alt“, Nordsee-Zeitung vom 11.04.1951
„Fachleute in Sachen Werbung“, Nordsee-Zeitung vom 16.04.2013
„Boy Scouts Get Help„, US Informations Bulletin „In and AROUND Germany“ aus  Januar 1952
stereoskopie.com
Katalog Day 1 vom 17. – 18. März 2016, Seite 82, Alexander Historical Auctions

14. September 2016
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Auf der Walz. Wandergesellen und ihre Wege.

Auf der Walz. Wandergesellen und ihre Wege. – Das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven gibt am Sonntag, 18. September 2016, um 10.30 Uhr im Rahmen eines thematischen Rundganges durch die Dauerausstellung einen Überblick über die Wanderschaft zünftiger Gesellen nach dem Abschluss ihrer Lehrzeit.

Auf der Walz. Wandergesellen und ihre Wege.Wanderbuch des Kürschnergesellen Albert Strauß, 1816 (Seiten 2 +3)
Bild
: Kuerschner | Lizenz: publik domain

Handwerker auf fixer Tippelei: Für drei Jahre und einen Tag gehen Gesellen traditionell auf Wanderschaft. Sie ziehen fern der Heimat durch die Landen, um neue Arbeitspraktiken, Lebenserfahrung sowie fremde Orte, Regionen und Länder kennen zu lernen

Die Teilnehmer erfahren auf dem thematischen Rundgang durch die Dauerausstellung, wie es den Zimmerern Johann und Christoph auf ihrer zünftigen Reise durch Europa und die Welt ergangen ist.

Die Führung „Auf der Walz. Wandergesellen und ihre Wege“ beginnt um 10.30 Uhr im Foyer des Deutschen Auswandererhauses. Eine Anmeldung ist erwünscht unter der Rufnummer 0471/90 22 0–0 oder an der Museumskasse.

Preis: Eintritt in die Dauerausstellung zzgl. 3,00 €.
Weitere Informationen:
www.dah-bremerhaven.de
Deutsches Auswandererhaus
Columbusstraße 65
27568 Bremerhaven

14. September 2016
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Fregatte „Karlsruhe“ kehrt vom letzten Einsatz zurück

Die Fregatte „Karlsruhe“ wird am Freitag, den 16. September 2016 um 10 Uhr, aus dem Mittelmeer zurückkehren. Dort nahm sie zunächst an der EU-Operation „Sophia“, dann an der durch die NATO geführten Operation in der Ägäis teil. Unter der Begleitung des Heeresmusikkorps Hannover wird die Fregatte am Freitag zum letzten Mal in ihren Heimathafen Wilhelmshaven einlaufen.

Fregatte "Karlsruhe" kehrt vom letzten Einsatz zurück

Vor einem halben Jahr lief die „Karlsruhe“ unter der Führung von Fregattenkapitän Christian Clausing (43) aus, um an der Operation „Sophia“ teilzunehmen. „Dank der guten Vorbereitung und der hohen Motivation der Besatzung konnten wir diesen Einsatz erfolgreich durchführen und so mehreren hundert Menschen das Leben retten“, berichtet der Kommandant. Nach einigen Wochen vor der libyschen Küste löste der Einsatzgruppenversorger „Bonn“ die Fregatte „Karlsruhe“ als Flaggschiff des Ständigen NATO Einsatzverbandes 2 (SNMG 2) in der Ägäis ab: „Mit dem Wechsel von Operation ‚Sophia‘ zur SNMG2 in der Ägäis kam die nächste Herausforderung auf die ‚Karlsruhe‘ zu.“ Fregattenkapitän Clausing äußerte sich mit Stolz: „Meine Besatzung ist während dieser Zeit mehrmals über sich hinausgewachsen und hat somit zum Erfolg beider Einsätze beigetragen.“

Nach 30.125 Seemeilen und damit fast 1,5 Erdumrundungen wird die Fregatte am Freitag die besondere Ehre zuteil, den von der Besatzung eigenhändig angefertigten und 120 Meter langen Heimatwimpel zu tragen. Kommandant Clausing freut sich, „dass der letzte Einsatz der ‚Karlsruhe‘ so gut verlaufen ist.“
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12. September 2016
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Alltag im „Dritten Reich“

Am Sonntag, den 18. September 2016 um 15.00 Uhr, bietet das Historische Museum Bremerhaven zum Tag der Stadtgeschichte eine besondere ExtraTour an, die sich dem Alltag im „Dritten Reich“ an der Wesermündung widmet

Alltag im "Dritten Reich"

Der 18. September 1944 hat sich tief in das Gedächtnis Bremerhavens eingebrannt. Am Abend war die damalige Stadt Wesermünde Ziel von 202 Lancaster-Bombern der britischen Royal Air Force. Die Flugzeuge warfen 480 Sprengbomben, 420.000 Brandbomben und 31 Luftminen über der Stadt ab. Dadurch wurden über 90 Prozent des Stadtzentrums zerstört, die übrigen Stadtteile waren zu über 50 Prozent betroffen. 618 Menschen kamen ums Leben, 1193 wurden verletzt und rund 30.000 wurden obdachlos.

Der von den Nationalsozialisten entfesselte Zweite Weltkrieg brachte unermessliches Leid für Millionen von Menschen auf der Welt. Bei der Führung durch die Dauerausstellung wird Martina Otto anhand der ausgestellten Originale nicht nur die politische Entwicklung im „Dritten Reich“ nachvollziehen, sondern vor allem die Aspekte Terror und Verfolgung, Zwangsarbeiter, Widerstand und Alltagsleben thematisieren.

Der Rundgang endet thematisch in der frühen Nachkriegszeit, als sich Bremerhaven langsam von den Folgen des Zweiten Weltkrieges erholte.

Die Teilnahme an der Führung ist im Eintrittspreis enthalten. Treffpunkt ist das Museumsfoyer.
Pressemitteilung:
Historische Museum Bremerhaven: HMB aktuell 44/16 – 08.09.2016

10. September 2016
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Zehn Jahre 1. Korvettengeschwader

Am Mittwoch, den 14. September 2016 um 14 Uhr, feiert das 1. Korvettengeschwader mit seinen Besatzungen und Unterstützungsgruppen das zehnjährige Dienstjubiläum im Marinestützpunkt Warnemünde.

Zehn Jahre 1. Korvettengeschwader

Dem Anlass zu Ehren wird es ein Zeremoniell im Marinestützpunkt Warnemünde geben. Gäste aus Politik, Militär und Wirtschaft sind eingeladen. Der Kommandeur des 1. Korvettengeschwaders, Fregattenkapitän Dr. Sascha Zarthe (41), wird eine Ansprache zur Feierlichkeit halten. „Das 1. Korvettengeschwader vollzog in den letzten zehn Jahren eine beachtenswerte Entwicklung. In einer vergleichsweise kurzen Zeit gelang es eine neue Schiffsklasse in die Deutsche Marine einzuführen und zu einem bereits jetzt unverzichtbaren Teil der Flotte zu entwickeln. Die Korvetten leisten durch das Engagement der Frauen und Männer des Geschwaders in vielen Einsätzen einen wertvollen und professionellen Beitrag. Die Flexibilität des Waffensystems ‚Korvette‘ ermöglicht es weltweit zu operieren und Einsätze sowohl in engen Küstengewässern, als auch auf hoher See durchzuführen“, resümierte der Kommandeur die letzte Dekade.

Das Heeresmusikkorps Neubrandenburg wird für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgen.

Hintergrundinformationen
Das Korvettengeschwader wurde am 26. Juni 2006 in Dienst gestellt und ist somit der jüngste seegehende Verband der Flotte. Die Ausbildung der Marine sowie die internationalen Manöver und Einsätze erfordern moderne Systeme und fachlich gut ausgebildetes Personal. Jede der fünf Korvetten ist ein Verbund von hoch automatisierten und computergesteuerten Systemen, dadurch ist eine deutlich kleinere Besatzungsstärke von 58 Marinesoldaten notwendig. Die Vielzahl an nationalen und internationalen Verpflichtungen erfordern eine hohe Flexibilität und Einsatzbereitschaft der Besatzungen, des Stabes und der Unterstützungsgruppen. Auch dafür steht das gesamte Korvettengeschwader ein.
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8. September 2016
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125 Jahre Wasserturm, Marktplatz und Grashoffstraße in Geestemünde

In diesem Jahr feiert der Wasserturm in Geestemünde seinen 125. Geburtstag. Im Jahre 1891 erbaut ist er mittlerweile zum Wahrzeichen des Stadtteils geworden. Der Bürgerverein und das Standortmanagement von Geestemünde laden am Donnerstag, 22. September 2016, zu einem historischen Spaziergang durch Geestemünde ein.

125 Jahre Wasserturm in Geestemünde

Im 19. Jahrhundert erwies sich die Wasserversorgung in den aufstrebenden Unterwesergemeinden als großes Problem. Der Hafen von Geestemünde erlebte einen schnellen Aufschwung. Es entstanden Schiffswerften und eine Eisenbahnverbindung nach Bremen wurde gebaut. Die Bevölkerung wuchs schnell. Versuche, durch das Bohren von Brunnen an ausreichende Wasservorräte heranzukommen, erwiesen sich nicht als erfolgreich. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, ließ die Stadt 1891 auf dem topographisch höchsten Punkt Geestemündes einen Wasserturm mit einer Tagesleistung von 500 m³ errichten. Im Jahre 1996 wurde der Wasserturm überflüssig. Die Stadtwerke installierten neue Pumpen, der Wasserdruck wurde fortan automatisch reguliert.

An dem 125 Jahre alten Wasserturm ist am 22. September auch der Treffpunkt für den Historischen Stadtrundgang zum Thema „125 Jahre Wasserturm, Marktplatz und Grashoffstraße“. Ab 17.00 Uhr wird die Vorsitzende des Bürgervereins Geestemünde, Rosemarie Blum, mit der Führung beginnen.

3. September 2016
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„Tag des Offenen Denkmals“ – Gemeinsam Denkmale erhalten

Der „Tag des Offenen Denkmals“ findet am Sonntag, den 11. September 2016 in ganz Deutschland statt. Das Museumsschiff FMS „Gera“ lädt daher von 10 bis 18 Uhr zu einem kostenlosen Besuch des letzten deutschen Seitentrawlers ein."Tag des Offenen Denkmals"Dieses Jahr steht der Tag unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“. Für die Instandhaltung des Museumsschiffs FMS „Gera“ setzt sich seit vielen Jahren der Freundeskreis FMS „Gera“ ein. Ein Kreis von Ehrenamtlichen engagiert sich regelmäßig, um den 1959/60 gebauten Frischfischfänger für die Gegenwart und die Zukunft zu erhalten.

Am Sonntag, den 11. September 2016 warten auf die Besucherinnen und Besucher besondere Vorführungen. Norbert Guzek und Karl-Heinz Schorling vom Freundeskreis FMS „Gera“ nehmen um 11.00 und um 13.00 Uhr die Maschinen in Betrieb. Die beiden warten regelmäßig die „Vater-und-Sohn-Anlage“ mit ihren zwei Dieselmotoren. Dabei prüfen sie die Funktionsfähigkeit der wichtigsten Antriebselemente und führen gegebenenfalls auch Reparaturen durch.

Von 14.00 bis 16.00 Uhr öffnet Friedel Ditsche die Tür zur Brücke, die nur bei besonderen Gelegenheiten besichtigt werden kann. Am Arbeitsplatz des Kapitäns erfahren die Besucherinnen und Besucher, mit welchen Geräten das Schiff gesteuert und der Fischfang dirigiert wurde. Auch der Karten- und der Funkraum können besichtigt werden.

Den ganzen Tag können die Besucherinnen und Besucher den Multimedia Guide nutzen. Über das eigene Smartphone oder einen ausleihbaren Tablet PC führen Kapitän Hein und Bestmann Harry zu 17 Stationen auf dem Schiff und erzählen anschaulich vom harten Arbeitsalltag an Bord.
Pressemitteilung:
Historische Museum Bremerhaven: HMB aktuell 41/16 – 01.09.2016

30. August 2016
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„Europäischer Tag der Jüdischen Kultur“ im Deutschen Auswandererhaus

Am Sonntag, 4. September 2016, wird in rund 30 Ländern der „Europäische Tag der Jüdischen Kultur“ begangen. Das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven bietet an diesem Tag Einführungen in die Kabinettausstellung „Deutsch und Jüdisch“ des Leo Baeck Instituts New York | Berlin an.

"Europäischer Tag der Jüdischen Kultur"

Der Gedenktag erinnert an die Geschichte und die Gegenwart der Juden in Europa. Die Ausstellung des LBI New York-Berlin zeugt von der traditionsreichen Vergangenheit deutschsprachiger Juden, die als Bestandteil der deutschen Geschichte zu verstehen ist. Die Kabinettausstellung zeigt Alltagsobjekte, die das jüdische Leben in Deutschland repräsentieren, darunter zwei Schokoladentassen aus dem Nachlass des Nobelpreisträgers Albert Einstein.

Am „Europäischen Tag der Jüdischen Kultur“ öffnet das Deutsche Auswandererhaus die Schau „Deutsch und Jüdisch“ an drei Terminen für Interessierte zu einem kostenlosen Besuch. Treffpunkt ist um 11.00, 15.00 und 17.00 Uhr im Museumsfoyer. Außerhalb dieser Termine kann die Kabinettausstellung nur in Kombination mit der Dauerausstellung des Deutschen Auswandererhauses besucht werden. Eine Anmeldung wird aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl empfohlen unter der Rufnummer 0471/90220–0 oder an der Kasse.

Die Kabinettausstellung „Deutsch und Jüdisch“ des Leo Baeck Instituts New York | Berlin ist bis Samstag, 10. September 2016 im Deutschen Auswandererhaus zu sehen.
Weitere Informationen:
www.dah-bremerhaven.de
Deutsches Auswandererhaus
Columbusstraße 65
27568 Bremerhaven
E-Mail:
presse@dah-bremerhaven.de

30. August 2016
von admin
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Neubau des Historischen Museums Bremerhaven feiert Silberjubiläum

Der Neubau des Historischen Museums Bremerhaven feiert seinen 25. Geburtstag. Am 31. August 1991 eröffnete der Neubau des Historischen Museums Bremerhaven am Ufer der Geeste eröffnet. Das ehemalige Morgenstern-Museum bezog nach 85 Jahren zum ersten Mal ein eigenes Gebäude.

Neubau des Historischen Museums Bremerhaven feiert Silberjubiläum

Mit dem neuen Konzept eines Historischen Museums für Bremerhaven und Umgebung wurde der Fokus des Museums auf die stadt-, wirtschafts- und sozialgeschichtliche Entwicklung von Bremerhaven und Umgebung gelegt.

Der Aufbau der sieben Abteilungen der Dauerausstellung erfolgte in mehreren Teilschritten, da die Museumssammlung neu aufgebaut werden musste. Nach Fertigstellung der Dauerausstellung im Jahr 1999 wurde das Historische Museum Bremerhaven aufgrund seiner innovativen Gestaltung zum „Europäischen Museum des Jahres 2000“ nominiert. Auch das attraktive Museumsgebäude erhielt angesichts seiner außergewöhnlichen Architektur mehrere Auszeichnungen.

Sammlung, Forschung und Vermittlung
In 25 Jahren verzeichnete das Museum über 1,1 Millionen Gäste, die die bislang 55 Sonderausstellungen seit dem Jahr 2000 besuchten. Grundlage der Sonderausstellungen sind die bedeutenden Sammlungen, die das Museum in den letzten 25 Jahren zusammengetragen hat. Dazu zählen hochwertige Kunst- und Fotonachlässe sowie umfangreiche Sammlungen zu einem breit gefächerten Spektrum an vielfältigen Themen. Zu 21 Ausstellungs- und Forschungsprojekten verfasste die Museumsleitung zum Teil umfangreiche Publikationen, von denen bislang über 70.000 Exemplare verkauft wurden.

Aus dem internationalen Forschungsprojekt „Deutsche Auswanderer-Datenbank“, das vom Historischen Museum Bremerhaven geleitet wird, gingen mehrere Magister- und Doktorarbeiten hervor. Auch die Außenstelle des Museums, das Museumsschiff FMS „Gera“ gilt unter Kennern als vorbildlich betriebenes Museumsschiff, das seinen Besuchern als schwimmendes Hochseefischereimuseum ein breites und unterhaltsames Angebot an Multimedia-Informationen bereithält. Besondere Anerkennung findet die Museumspädagogik am Historischen Museum Bremerhaven, die als Ideenschmiede für zahlreiche innovative und didaktisch anspruchsvolle Projekte überregional bekannt ist.

Neuer Sonderausstellungsbereich

GalerieAusstellung „WirtschaftsWunderWelten"

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums hat das Museum einen zusätzlichen Sonderausstellungsbereich im Obergeschoss geschaffen, um zukünftig ein noch umfangreicheres und variables Ausstellungsprogramm anbieten zu können. Am Jubiläumswochenende wird die erste GalerieAusstellung „WirtschaftsWunderWelten – Werbefotografien der 1950er Jahre“ eröffnet. Die Fotografien aus der Sammlung Schüler sind Auftragsfotografien verschiedener Wirtschaftszweige, wie Industrie, Gastronomie und Einzelhandel. Sie ermöglichen einen Einblick in den wirtschaftlichen Wiederaufbau und die Konsumwelt der „Wirtschaftswunderzeit“ in Bremerhaven und Umgebung. Im Saal im Erdgeschoss ist weiterhin die große Sommerausstellung „Von Bremerhaven in die Welt – Künstlerische Impressionen von Heiner Palinkas“ zu sehen.

Jubiläumsprogramm bei freiem Eintritt
Am Sonntag, dem 4. September 2016, haben die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, dem Museum mit bunten Karten an einer großen Geburtstagswand zu gratulieren. Kinder können an einem besonderen MuseumsQuiz teilnehmen und knifflige Fragen in den Ausstellungsräumen beantworten. Im Kindermuseum werden fantasievolle Glückwunschkarten gestaltet, die die Kinder anschließend mitnehmen können.

Zu jeder vollen Stunde finden spezielle Führungen statt. Die Kurzführungen werden mit der Stoppuhr begleitet und dauern exakt 25 Minuten. Um 11 und um 14 Uhr beginnen Ausflüge in die „WirtschaftsWunderWelten“, um 12 und um 15 Uhr stehen Heiner Palinkas und seine Kunstwerke im Mittelpunkt. Highlights des Museums lernen Besucher/-innen bei den Kurzführungen um 13 und um 16 Uhr kennen.

Und für alle hungrigen und durstigen Besucherinnen und Besucher bietet das Team von brownies & cookies Leckereien und Getränke im gläsernen MuseumsCafé mit Blick über die Geeste an.
Das Programm am 4. September 2016 im Überblick:
ab 10.00 Uhr    MuseumsQuiz durch das gesamte Museum
ab 10.00 Uhr    Glückwunschaktion im Foyer
ab 10.00 Uhr    Basteln von Glückwunschkarten
11.00 Uhr    Kurzführung „WirtschaftsWunderWelten in 25 Minuten“
12.00 Uhr    Kurzführung „Palinkas in 25 Minuten“
13.00 Uhr    Kurzführung „Highlights des Museums in 25 Minuten“
14.00 Uhr    Kurzführung „WirtschaftsWunderWelten in 25 Minuten“
15.00 Uhr    Kurzführung „Palinkas in 25 Minuten“
16.00 Uhr    Kurzführung „Highlights des Museums in 25 Minuten“
Pressemitteilung:
Historische Museum Bremerhaven: HMB aktuell 40/16 – 25.08.2016

28. August 2016
von admin
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Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ verlässt Heimathafen Warnemünde

Am Mittwoch, den 31. August 2016 um 8.30 Uhr, wird die Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ ihren Heimathafen in Warnemünde verlassen, um an der SNMG 1 (Standing NATO Maritime Group 1) teilzunehmen. Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Marco Köster (39) sticht die Besatzung mit 63 Soldaten in See.Korvette "Ludwigshafen am Rhein" verlässt Heimathafen WarnemündeWährend der Teilnahme an dem NATO-Verband unterstehen sie dem Kommandeur der SNMG1, dem spanischen Flottillenadmiral José E. Delgado. Die Korvette wird in verschiedenen Übungen eingebunden sein, unter anderem in die Manöver „Northern Coast 2016“ und auch „Joint Warrior“.

Für die „Ludwigshafen am Rhein“ stehen einige Hafenbesuche auf dem Programm. Während der kommenden drei Monate wird sie in Gdynia, Karlskrona, Kopenhagen, Glasgow, Belfast, Rotterdam und Hamburg einlaufen. In jedem Hafen wird ein Open-Ship stattfinden, bei dem die Korvette besichtigt werden kann.

Der Kommandant, Korvettenkapitän Köster, sieht den bevorstehenden Aufgaben positiv gegenüber: „Ich freue mich unheimlich auf die große Herausforderung zum zweiten Mal Teil – der eher Fregatten vorbehaltenen – SNMG 1 zu sein. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit unserer hochmotivierten und gut ausgebildeten Besatzung und dem hochmodernen Waffensystem einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg der NATO Response Force leisten können. Besonders freue ich mich auf die professionelle Zusammenarbeit mit unseren maritimen NATO-Partnern, die wir seit Jahren pflegen und vertiefen.“

Die „Ludwigshafen am Rhein“ wird am 18. November 2016 in Warnemünde zurück erwartet.

Hintergrundinformationen
Die Standing NATO Groups sind die ständigen multinationalen maritimen Reaktionsverbände, welche sicherstellen, dass die NATO schnell und flexibel operieren kann.

Um ihre Einsatzbereitschaft und Operationsfähigkeit zu erhalten, nehmen die Flottenverbände jährlich an verschiedenen nationalen und internationalen Übungen teil.

Die Standing NATO Maritime Group 1 wurde bereits 1967 unter dem Namen Standing Naval Force Atlantic gegründet, im Januar 2005 erhielt er seine jetzige Bezeichnung.

Aufgaben des Verbands sind vor allem Kontrolle und Schutz strategisch wichtiger Seewege. Dazu operiert er vor allem im Nordatlantik und der Nordsee, kann bei Bedarf aber sofort in andere Krisengebiete verlegt und dort eingesetzt werden.
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