Nordsee-Zeitung sucht Zeitzeugen für neue Serie

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Sie sagen,sie haben “beim Ame­ri­ka­ner” gear­bei­tet. Seit dem Ende des Krie­ges waren die US-Streit­kräf­te in der Stadt ein so belieb­ter Arbeit­ge­ber, dass dar­über seit­her unzäh­li­ge Mythen kur­sie­ren. “Beim Ami” ver­dien­te man nicht nur bes­ser. Viel­mehr hin­ter­ließ der locke­re Umgangs­ton und die infor­mel­le Arbeits­at­mo­sphä­re einen blei­ben­den Ein­druck bei den Deut­schen.

1947 Gorch-Fock-Heim Bremerhaven

So waren zum Bei­spiel in der EPS (Engi­nee­ring, Plans and Ser­vices) 40 tech­ni­sche Zeich­ner, Bau­tech­ni­ker und Bau­in­spek­teu­re, Inge­nieu­re, Bau­sta­ti­ker und Archi­tek­ten beschäf­tigt. Es waren alles Deut­sche, nur der Haupt­lei­ter war ein Ame­ri­ka­ner.

Die EPS küm­mer­te sich um die sanie­rungs­be­dürf­ti­gen Gebäu­de in der Carl-Schulz-Kaser­ne oder um die Wohn­sied­lun­gen “Blink” und “Engen­moor”.

Beim Ami” kam es nicht so sehr dar­auf an, ob jemand einen Abschluss vor­wei­sen konn­te. “Lear­ning by doing” hieß das neue Zau­ber­wort, damit hat­te jeder eine Chan­ce.

Zwar emp­fan­den vie­le die Regu­la­ri­en der US-Armee noch stren­ger als es die deut­sche Büro­kra­tie schon war, aber alles ging so freund­lich zu, dass sich vie­le heu­te noch ger­ne zurück­er­in­nern. In der Bre­mer­ha­ve­ner Kaser­ne gab es alles, was es auch in Ame­ri­ka gab. Sogar die Stra­ßen hat­ten ame­ri­ka­ni­sche Namen.

Erin­nert Ihr Euch auch noch an die Zeit, als die Ame­ri­ka­ner in Bre­mer­ha­ven sta­tio­niert waren? Hat jemand von Euch viel­leicht selbst “beim Ami” gear­bei­tet, die ame­ri­ka­ni­schen Clubs besucht oder sogar einen GI gehei­ra­tet? Dann war­tet die Nord­see-Zei­tung auf Euer Foto. Für eine Serie über Ame­ri­ka­ner in Bre­mer­ha­ven wer­den Zeit­zeu­gen gesucht. Schickt Eure Fotos und auf­ge­schrie­be­nen Erin­ne­run­gen an die

NORDSEE-ZEITUNG
Lokal­re­dak­ti­on
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27576 Bre­mer­ha­ven
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Ein Kommentar

  1. Betrifft: NZ sucht Zeit­zeu­gen fuer neue Series

    Ich den­ke die­ses passt zu die­sem The­ma. Ich bin von Bre­mer­ha­ven und habe mei­nen Mann, der damals in Bre­mer­ha­ven in der Navy sta­tio­niert war, dort ken­nen gelert. Bin in 1965 nach Ame­ria­ka mit ihm gezo­gen. Viel hat sich in all then Jah­ren gean­dert aber das Heim­weh nach Bre­mer­ha­ven ist immer noch da.
    Vie­le Ame­ri­ka­ner ver­mis­sen Bre­mer­ha­ven. Da habe ich mit noch einem dama­li­gen Sol­dat eine Face­book Grup­pe gegru­en­det und wir sind dabei ein Tref­fen zu pla­nen. Bit­te sehen Sie unse­re Grup­pe unter “2015 Bre­mer­ha­ven Reuni­on — Ame­ri­cans in Bre­mer­ha­ven” an. Konn­te etwas unter die­sem The­ma von use­rer Grup­pe geschrie­ben war­den?
    Die Daten sind fuer den 11. Sept bis 13. Sept. 2015 in Bre­mer­ha­ven. Wir hof­fen frue­he­re CSK Base Com­man­ders, den Bue­r­ger­meis­ter der Stadt und Ande­re ein­zu­la­den. Wir waer­den war­schein­lich zwi­schen 150–200 Teil­neh­mer haben. Vie­le haben schon zuge­sagt.
    Schrei­ben Sie doch bit­te zuru­eck.
    Vie­len Dank,
    Hel­ga Rogers (Frank)

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