Historisches Museum Bremerhaven online

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His­to­ri­sches Muse­um Bre­mer­ha­ven online

Wie alle ande­ren Muse­en auch, bleibt das His­to­ri­sche Muse­um Bre­mer­ha­ven wegen der Coro­na-Pan­de­mie vor­erst geschlos­sen. Da mög­lichst vie­le Men­schen zu Hau­se blei­ben sol­len, kommt das Muse­um jetzt wenigs­tens vir­tu­ell dort­hin: auf face­book und auf der Web­site des Muse­umsGestar­tet wird mit einer Serie über die aktu­el­le Son­der­aus­stel­lung „Die Geest­e­mün­der Unter­neh­mer­fa­mi­lie Kohn 1830–1967“.Historisches Museum Bremerhaven onlineDie Son­der­aus­stel­lung „Kapi­tä­ne und Holz­fa­bri­kan­ten. Geest­e­mün­der Unter­neh­mer­fa­mi­lie Kohn 1830–1967“ zeigt die Geschich­te einer erfolg­rei­chen Holz­fir­ma und ihrer Inha­ber und Inha­be­rin­nen, aber auch ein span­nen­des Kapi­tel der Geest­e­mün­der Stadt­ge­schich­te. Franz Johann Syab­be Kohn (1828–1877), der die Fir­ma „Pundt & Kohn“ grün­de­te, ver­brach­te sei­ne Kind­heit zunächst im kurz vor sei­ner Geburt gegrün­de­ten Bre­mer­ha­ven. Dort arbei­te­te sein Vater als Hafen­lot­se und spä­ter als Kapi­tän, bevor er auf der Ost­see ver­schol­len blieb. Trotz­dem zog es auch den jun­gen Franz J. S. Kohn zur See­fahrt. Mit finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung sei­nes Stief­va­ters leg­te er sein Examen an der Steu­er­mann-Schu­le in Bre­men ab und fuhr schon mit 22 Jah­ren als Kapi­tän zur See. Wie für einen Bre­mer­ha­ve­ner Kapi­tän nicht anders zu erwar­ten wäre, fuhr er Aus­wan­de­rer nach Nord­ame­ri­ka. Die­se Fahr­ten dau­er­ten Mit­te des 19. Jahr­hun­derts noch sechs bis acht Wochen. Bei ungüns­ti­gen Wet­ter­be­din­gun­gen konn­ten die Rei­sen auch deut­lich län­ger andau­ern.Historisches Museum Bremerhaven onlineKaum zu glau­ben, dass auf der gera­de mal 27 Meter lan­gen Brigg „JOHANN“ bis zu 150 Pas­sa­gie­re im Zwi­schen­deck ein­schiff­ten. Die­ses Schiff, das der Mari­ne­ma­ler Carl Jus­tus Har­men Fede­ler (1799–1858) noch kurz vor sei­nem Tod für Kapi­tän Kohn auf einem Gemäl­de fest­hielt, hat­te sich Kohn 1853 in Els­fleth bau­en las­sen. Auf dem Gemäl­de, das vom Deut­schen Schiff­fahrts­mu­se­um als Leih­ga­be zur Ver­fü­gung gestellt wur­de, ist das Schiff unter vol­len Segeln im Wind lie­gend zu sehen. Obwohl Kapi­tän Kohn die See­fahrt lieb­te, gab er sein See­manns­le­ben 1862 aber auf, um in das Geest­e­mün­der Holz­ge­schäft ein­zu­stei­gen. Denn durch die auf­kom­men­de Dampf­schiff­fahrt ent­stand der Segel­schiff­fahrt immer grö­ße­re Kon­kur­renz  und durch die lan­gen Rei­sen blieb ihm auch wenig Zeit für die Fami­lie. Immer­hin war er schon drei­fa­cher Vater. Wie sei­ne Geschich­te wei­ter­geht, steht im nächs­ten Bei­trag!

In locke­rer Fol­ge stellt Kura­to­rin Eve­lyn Frie­sen wei­te­re Expo­na­te aus der Aus­stel­lung mit Foto und kur­zem Text vor. 

 

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