Der Korbmacher — Entwicklung eines Handwerks

Am Mitt­woch, 06.04.2016 um 19 Uhr, hält Herr Dr. Eck­hard Fischer in Koope­ra­ti­on mit dem Deut­schen Schif­fahrts­mu­se­um und dem “Hei­mat­bund der Män­ner vom Mor­gen­stern” einen Vor­trag über die Ent­wick­lung des Hand­werks der Korb­ma­cher in Bre­mer­ha­ven und Wulsdorf.

Der Korbmacher – Entwicklung eines Handwerks

Das Korb­flech­ten gehört zu den ältes­ten Hand­wer­ken auf die­ser Welt. Aus ver­schie­de­nen Pflan­zen wur­den Mat­ten gefloch­ten, aus Ästen wur­den Zäu­ne errich­tet und die Wän­de von Häu­sern mit Stroh verflochten.

Aus dem frü­hen Mit­tel­al­ter sind auf Grund der Ver­gäng­lich­keit nur weni­ge Expo­na­te vor­han­den. Da nur weni­ge Werk­zeu­ge für die Her­stel­lung von Korb­wa­ren benö­tigt wer­den, kann davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass ein gro­ßer Teil der Men­schen ihre Kör­be für den Eigen­be­darf sel­ber her­ge­stellt haben.

In den Hafen­städ­ten Ham­burg, Bre­men und natür­lich Bre­mer­ha­ven war die Korb­ma­che­rei ein gut gehen­des Gewer­be. Die sich ent­wi­ckeln­de Fisch­in­dus­trie benö­tig­te Kör­be in immer grö­ßer wer­den­der Zahl. Mit dem Auf­kom­men der Fabrik­schif­fe sank die Bedeu­tung des Bre­mer­ha­ve­ner Fische­rei­ha­fen deut­lich, da die Schif­fe ihre Fracht zum Bei­spiel in Cux­ha­ven anlan­de­ten. Um 1965 her­um ver­schwand die Korb­ma­che­rei fast voll­stän­dig aus dem Hand­werks­bild der Stadt.
Vor­trags­ort:
www.dsm.museum
Deut­sches Schif­fahrts­mu­se­um
Vor­trags­saal
Hans-Scharoun-Platz 1
27568 Bre­mer­ha­ven

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