Telefonieren war früher nicht ganz ungefährlich

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In der Säch­si­sche Zei­tung habe ich die­ser Tage einen kurio­sen Bericht gelesen.Im Jah­re 1906 wur­de in Gör­litz jemand ver­ur­teilt, weil er die Induk­tor-Kur­bel sei­nes Tele­fons zu schnell dreh­te und dadurch den Tele­gra­fen-Gehil­fen ver­letz­te.

Sächsische Zeitung

Zunächst fand ich die Mel­dung auch sehr skur­ril. Wie soll man jeman­den am ande­ren Ende der Lei­tung ver­let­zen, wenn man am einen Ende zu schnell an der Kur­bel dreht?  Was pas­siert denn beim Kur­beln? Bei wiki­pe­dia bin ich fün­dig gewor­den. Durch das Dre­hen der Kur­bel wird im Inne­ren des Gerä­tes Wech­sel­strom erzeugt, die Span­nung beträgt 30 Volt bis 100 Volt. Die­ser Strom wur­de benö­tigt, um in der Ver­mitt­lungs­stel­le ein opti­sches oder akus­ti­sches Signal zu erzeu­gen. So wuss­te das “Fräu­lein vom Amt” dass der anru­fen­de Teil­neh­mer eine Ver­bin­dung zu einem Gesprächs­part­ner wünsch­te.

Je schnel­ler nun die Kur­bel gedreht wur­de, um so höher war die erzeug­te Strom­span­nung. Das erklärt wohl die Ver­let­zung des Tele­gra­fen-Gehil­fen in obi­ger Mel­dung. Bei mei­nen Recher­chen bin ich auch auf einen Arti­kel  aus dem jah­re 2005 gesto­ßen. Dar­in wird beschrie­ben, wie die Poli­zei in Zhang­qiu, Pro­vinz Shan­dong, Ver­haf­te­te mit einem alten Kur­bel­te­le­fon Elek­tro­schocks ver­ab­reich­te. 

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