Stolpersteine in Görlitz

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Ich habe bereits über die klei­nen in den Boden ver­leg­ten Stol­per­stei­ne geschrie­ben. Dabei han­delt es sich um wür­fel­för­mi­ge Beton­stei­ne, die auf ihrer Ober­sei­te eine mit dem Namen eines in der Nazi-Zeit ver­folg­ten und ermor­de­ten Men­schen beschrif­te­te Mes­sing­plat­te tra­gen.

Stolpersteine in Görlitz

Am 26. Juli 2012 wer­den in Gör­litz fünf wei­te­re Stol­per­stei­ne ver­legt. Die Zere­mo­nie beginnt um 9:00 Uhr auf der Jakobstra­ße 3, wo bereits Stei­ne für Char­lot­te und Erich Oppen­hei­mer im Fuß­weg lie­gen. Nun kommt ein wei­te­rer für Wer­ner Oppen­hei­mer, dem Sohn des Ehe­paa­res, hin­zu. Er wur­de 1942 nach Lub­lin depor­tiert.

Die zwei­te Sta­ti­on ist Post­platz 10. Zwei Stei­ne sol­len dort künf­tig an Käthe und Fritz War­schaw­ski erin­nern. Micha­el Gug­gen­hei­mer, Schwei­zer Publi­zist und Mit­glied im För­der­kreis, will damit sei­nen Groß­el­tern ein Zei­chen des Geden­kens set­zen. Der Zahn­arzt und sei­ne Frau hat­ten die Stadt 1933 mit ihren bei­den Kin­dern als ers­te Juden ver­las­sen.

Auch die Ver­le­gung von zwei Stol­per­stei­nen auf der Bis­marck­stra­ße 16, der drit­ten und letz­ten Sta­ti­on, geht auf die Initia­ti­ve von Ange­hö­ri­gen zurück. Wal­ter Jacob­sohn hat für sei­nen Vater Carl und sei­nen Bru­der Hans jeweils einen Gedenk­stein finan­ziert. Bei­de wur­den 1944 von Hol­land aus nach Ausch­witz depor­tiert und dort ermor­det.

Es könn­te eine spä­te Fami­li­en­zu­sam­men­füh­rung wer­den. Men­schen aus der gan­zen Welt wer­den anrei­sen. Es sind alle­samt Nach­fah­ren der bei­den Juden, die nach der Macht­er­grei­fung der Nazis aus Gör­litz flo­hen und in Ausch­witz umka­men. Hans Jacob­sohn war damals frisch ver­hei­ra­tet und hat­te eine Toch­ter. Sein Vater Carl hat­te neben Hans noch drei wei­te­re Kin­der und eine Frau, die sich alle durch Emi­gra­ti­on ret­ten konn­ten.
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sz-online vom 25.06.2012

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