In Face­book habe ich zuerst davon gehört. Jemand erzähl­te von der vor vie­len Jah­ren still­ge­leg­ten Bre­mer­ha­ve­ner “Gro­schen­fäh­re”. Da ich im Inter­net nur Frag­men­te über die­ses Trans­port­mit­tel gefun­den habe, bat ich eini­ge Grup­pen in Face­book um Hil­fe.

Groschenfähre

Und vie­le haben geant­wor­tet und ihre Erin­ne­run­gen an die hie­si­gen “Hafen­gon­do­lie­ren” auf­ge­schrie­ben. Wenn ich alles rich­tig ver­stan­den habe, scheint es wohl meh­re­re “Gro­schen­fäh­ren” gege­ben zu haben.

Eine Fäh­re soll es in Geest­e­mün­de gege­ben haben. Sabi­ne weiß von ihrer Mut­ter, dass die­se als Kind vor dem Krieg mit der “Gro­schen­fäh­re” vom alten Fähr­an­le­ger zum Ton­nen­hof über­setz­te, um in das Weser­bad zu gelan­gen. Heu­te über­quert man die Gees­te ein­fach über die Ken­ne­dy­brü­cke.

Groschenfähre

An eine wei­te­re “Gro­schen­fäh­re” erin­nert sich Rein­hard. Die soll im Fische­rei­ha­fen von der Koh­len­pier aus zum Fried­rich-Albert-Pust-Platz über­ge­setzt haben.

Groschenfähre

Es mag wohl noch eine drit­te “Gro­schen­fäh­re” gege­ben haben, die von Hal­le X Nord zum West­kai rüber­fuhr (West­fäh­re). Die Anle­ge­stel­len sol­len noch erkenn­bar sein. Auch im Kai­ser­ha­fen soll Her­berts Erin­ne­rung zufol­ge eine Per­so­nen­fäh­re, die man “Gro­schen­fäh­re nann­te” unter­wegs gewe­sen sein, und zwar vom Zoll­tor Roter­sand zur Lloyd­werft.

GroschenfähreVie­le wuss­ten zu berich­ten, das es damals kei­nes­falls selbst­ver­ständ­lich war, die Fäh­re  in Anspruch zu neh­men. Man hat­te es sich zwei­mal über­legt, ob man die 10 Pfen­ni­ge inves­tie­ren woll­te oder doch lie­ber zu Fuß ging. Oft­mals sei der Fähr­mann aber auch groß­zü­gig gewe­sen und hat die Kin­der für 5 Pfen­ni­ge zum Weser­bad rüber geru­dert. Doch in der Regel muss­ten die Kin­der den Umweg über die Geest­e­brü­cke zum Weser­bad lau­fen.

Ich bedan­ke mich bei allen Grup­pen­mit­glie­dern von Face­book für die zahl­rei­chen Erin­ne­run­gen.