Stagsegelschoner „Atyla“ hat einen neuen Motor

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Schon viel zu lange wurde der Stagsegelschoner „Atyla“ in Bremerhaven aufgehalten. Am Sonnabend nach der Sail 2015 wollte der rote Segler eigentlich Kurs auf Amsterdam nehmen. Aber ein schwerer Motorschaden machte der Besatzung ein Strich durch die Rechnung. Doch nun, nachdem am Mittwoch letzter Woche ein neuer Motor eingebaut wurde, soll es endlich losgehen.

Stagsegelschoner "Atyla" hat einen neuen Motor

Mitarbeiter der Bremerhavener BVT haben die Schiffscrew bei den Einbauarbeiten kräftig unterstützt. Nachdem der Motor an seinem Platz stand, begannen die Mechaniker sofort mit den Anschlussarbeiten. Vieles musste geändert werden – die Anschlüsse des alten Motors waren nicht deckungsgleich mit denen des neuen Motors. Alles musste neu eingepasst werden. Doch irgendwann schien es so gut wie geschafft. Am Abend des 8. Februars meldete Kapitän Rodrigo de la Serna auf Facebook „Atyla Ship“ den nahezu erfolgreichen Abschluss der Arbeiten. Noch am Abend wollte man für Testfahrten im Hafen und auf der Weser ablegen.

Es sollte wieder anders kommen. An dem neuen Motor befinden sich die Anschlüsse für die Abgasrohre nicht an der gleichen Stelle wie beim alten Motor. Wieder gab es Verzögerungen, wieder musste gefeilt, gebohrt und geschweißt werden. Aber nun scheinen auch diese Arbeiten erledigt zu sein, und die „Atyla“ kann sich endlich auf die Heimreise über England und Frankreich nach Bilbao in Nordspanien machen.

Hoffentlich kann der Segler mit seinem neuen Motor, der knapp 20.000 Euro gekostet hat, noch viele Jahre auf den Weltmeeren segeln. Die Kosten für den Unterhalt des Schiffes und für das Personal betragen jährlich rund 300.000 Euro. Die werden finanziert mit dem „Sail Training“. Dafür bietet der Schoner bis zu 24 zahlenden Gästen Platz an Bord.
Quelle:
Ann-Kathrin Brooks, Ein neues Herz für die „Atyla“, Nordsee-Zeitung vom 04.02.2016

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