Nun wieder mit Turmaufsatz — das Gebäude der IHK Bremerhaven wurde saniert

Das mehr als 100 Jah­re alte Gebäu­de der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer Bre­mer­ha­ven wur­de auf­wän­dig restau­riert und saniert. Nicht nur der durch einen Luft­an­griff im Zwei­ten Welt­krieg ver­lo­ren­ge­gan­ge­ne Turm­auf­satz wur­de lie­be­voll nach­ge­bil­det, auch eine neue Schiff-Wet­ter­fah­ne wur­de auf die neue Turm­spit­ze gesetzt.Gebäude der Industrie- und Handelskammer BremerhavenVon 1908 bis 1909 wur­de für die Han­dels­kam­mer zu Geest­e­mün­de ein reprä­sen­ta­ti­ver Neu­bau im Stil der Neo­re­nais­sance als Eck­ge­bäu­de Hohen­zol­lern­ring (heu­te Fried­rich-Ebert-Stra­ße) /Hohenstaufenstraße errich­tet. Im neu­en Dienst­ge­bäu­de befan­den sich die Geschäfts­stel­le der Kam­mer, meh­re­re Ver­samm­lungs­räu­men und zwei Dienst­woh­nun­gen sowie Büros für die Reichs­bank. Die Bank erhielt spä­ter ein eige­nes Gebäu­de auf der ande­ren Sei­te des Hohen­zol­lern­rings. Der Sockel und die Fach­wer­ke sind imi­tie­ren­de Glie­de­run­gen der Fas­sa­de in rotem Zie­gel. Das ers­te und zwei­te Geschoss wur­de mit grau und das drit­te Geschoss mit gelb ein­ge­färb­tem Kalk­sand­stein verkleidet.

Bei  dem  seit 2010 unter  Denk­mal­schutz  ste­hen­den Gebäu­de  wur­de  in  enger  Zusam­men­ar­beit mit dem Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge das äuße­re Erschei­nungs­bild wie­der her­ge­stellt. Im  Zwei­ten  Welt­krieg  wur­de  das  Dach teil­wei­se zer­stört. Nun wur­de es in sei­nem Ori­gi­nal­zu­stand rekon­stru­iert. Dazu gehört auch ein mar­kan­ter Turm auf der Ecke des Gebäu­des.  His­to­ri­sche  Auf­nah­men  des  Hau­ses stan­den dafür Modell. Das  mehr­far­big  aus­ge­führ­te  Mau­er­werk der Fas­sa­de wur­de gerei­nigt und vom alten Acryl­lack befreit.

2014-03-05 IHK-Gebäude Bremerhaven

Mit Lie­be zum Detail wur­de seit 2009 auch im Innern Eta­ge für Eta­ge moder­ni­siert. So wur­den etwa alte Kas­set­ten­tü­ren, die irgend­wann ein­mal mit Sperr­holz­plat­ten “moder­ni­siert” wur­den, in den Ori­gi­nal­zu­stand zurück ver­setzt. Auch wur­de die kom­plet­te Elek­trik und die Was­ser­lei­tun­gen erneuert.

Ins­ge­samt inves­tier­te die Kam­mer rund 800.000 Euro in das alte Gebäu­de, die aus über vie­le Jah­re hin­weg gebil­de­te Rück­la­gen finan­ziert wurden.
Quel­len:
Maga­zin 03.2014 der IHK Bre­mer­ha­ven
Nord­see-Zei­tung vom 17.01.2014
de.wikipedia.org

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