Hafengesellschaft Bremenports verkauft ihre alten Schlepper

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Viele Jahrzehnte gehörten die Schlepper der bremischen Hafengesellschaft Bremenports zum Hafenbild. Nun wurden die Oldtimer-Schlepper „Hansa“ und „Stör I“, die noch bis zum letzten Jahr im Einsatz waren, außer Dienst gestellt und verkauft.

Hafengesellschaft Bremenports verkauft Schlepper

Als Ersatz wurde im vergangenen Jahr die moderne 16,76 Meter lange und 5,94 Meter breite „Albatros“ gekauft. Die „Albatros“ ist ein Mehrzweckarbeitsschiff, das den antriebslosen Eimerkettenbagger „Bremerhaven“ an seinen jeweiligen Einsatzort in den Hafenanlagen von Bremen und Bremerhaven schleppen wird. Aber auch für Unterhaltungsarbeiten an Kajen und Schleusen soll das auf der niederländischen Damen-Werft neu erbaute Arbeitsschiff eingesetzt werden. Schließlich ist es für die frostige Jahreszeit als Eisbrecher vorgesehen.

Die etwa 1,5 Millionen teure „Albatros“ wurde am 25. Juli 2014 von der Bremischen Bürgermeisterin Karoline Linnert getauft.

Der Schlepper „Hansa“ wurde im Jahre 1961 auf Bremerhavens kleinster Seeschiffwerft, der Geestemünder Max Sieghold Schiffswerft und Maschinenfabrik, gebaut. Der Schlepper war nur für Binnenwasserstraßen zugelassen und konnte deshalb nur eingeschränkt auf der Weser eingesetzt werden. So beschränkte sich sein Wirkungsraum hauptsächlich auf den Fischereihafen. Auch war die für die heutigen Schiffsgrößen zu geringe Zugkraft ein Problem. So trennte man sich von dem 300 PS starken Schlepper und verkaufte die „Hansa“ im letzten Jahr an einen niederländischen Interessenten.

Den 20,82 Meter langen Schlepper „Stör I“, der von einer 750 PS starken Maschine angetrieben wird,  baute die ehemalige Rheinwerft in Duisburg. Das Schiff war in einem so schlechten Zustand, dass die Schiffsuntersuchungskommission schon im Jahre 2013 angekündigt hat, über das Jahr 2016 hinaus keine weitergehende Betriebserlaubnis mehr erteilen zu können.

Da den Anforderungen entsprechende gebrauchte Schlepper europaweit nicht angeboten wurden und eine Charterlösung aufgrund der hohen Einsatzstunden als nicht wirtschaftlich betrachtet wurde, entschied man sich für einen Neubau eines Serienfahrzeuges. Für Betrieb und Instandsetzung der Altschiffe „Hansa“ und „Stör I“ mussten zuletzt etwa 160.000 Euro jährlich aufgebracht werden.
Quellen:
bremenports |
Pressemitteilung vom 25.07.2014
Frank Miener: „Albatros“ ersetzt zwei Schlepper“, Weser-Kurier vom 25.07.2014
Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen | Vorlage Nr. 18-409-S vom 17.07.2013 für die Sitzung der Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

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